Erweiterte Funktionen

Deutsche Bundesanleihen zugelegt


12.05.22 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Bei volatilem Handel haben deutsche Bundesanleihen letztlich zulegen können, so die Analysten der Nord LB.

Zwischenzeitlich hätten US-Inflationsdaten belastet. Nachdem zunächst die Inflationszahlen die Kurse von US-Staatsanleihen belastet hätten, seien die Notierungen im Verlauf - angesichts schwacher Aktienmärkte - ins Plus gedreht.

Höhere Nahrungsmittelpreise hätten im April die Inflation in China befeuert. Die Verbraucherpreise hätten sich nach Angaben der Statistikbehörde um 2,1% (März: +1,5%) ggü. dem Vorjahr erhöht. In den ersten vier Monaten des Jahres seien die Verbraucherpreise damit um 1,4% gestiegen. Die Erzeugerpreise hätten sich im April um 8,0% zum Vorjahr nach einem Anstieg um 8,3% im März erhöht.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) in Deutschland sei im April auch nach endgültigen Zahlen mit einer Jahresrate von 7,8% gewachsen. Ggü. dem Vormonat habe sich der HVPI um 0,7% erhöht, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt worden seien.

Die US-Verbraucherpreise seien im April den 22. Monat in Folge um 0,3% M/M angestiegen. Immerhin sei es aber seit längerem mal wieder zu einem Rückgang der Inflation von 8,5% auf nun 8,3% Y/Y gekommen. Insbesondere die Benzinpreise hätten temporär nachgegeben. Was man aktuell und auch in den kommenden Monaten sehe, sei dagegen vor allem ein basisbedingtes Nachgeben der Jahresrate der Inflation. Fundamental habe sich wenig an dem massivsten Preisdruck seit 20 Jahren geändert: Solange der Krieg in der Ukraine wüte, würden die Lieferkettenprobleme, Güterengpässe und auch der Energiepreisanstieg bleiben. Die FED habe reagiert und werde weitere Maßnahmen verkünden müssen. Doch mit (konjunkturellen) Nebenwirkungen sei zu rechnen. (12.05.2022/alc/a/a)