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Deutsche Bundesanleihen schwächer


13.09.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen haben einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder abgegeben und schwächer geschlossen, so die Analysten der Nord LB.

Die im August um 8,3% gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Produzentenpreise und damit steigende Inflationserwartungen hätten bei den US-Anleihen für sinkende Notierungen gesorgt.

Die US-Erzeugerpreise seien im August um 0,7% zum Vormonat gestiegen. Experten hätten einen Anstieg um 0,6% erwartet. Auch die Kernrate habe mit +0,6% leicht über den Erwartungen gelegen.

Die deutschen Verbraucherpreise hätten sich im August auch nach endgültigen Zahlen um 3,9% (Juli: +3,8%) zum Vorjahresmonat verteuert. Damit habe das Statistische Bundesamt eine vorherige Schätzung bestätigt. Einmal mehr seien es vor allem die Energiepreise (+12,6%) gewesen, die die Inflationsrate hätten steigen lassen. Eine höhere Teuerung habe es zuletzt im Dezember 1993 (+4,3%) gegeben, habe es geheißen. Die Preise für Nahrungsmittel hätten um 4,6% angezogen, auch für Gebrauchsgüter wie Fahrzeuge (+5,5%) oder Möbel und Leuchten (+4,0%) habe deutlich mehr berappt werden müssen. Ein Grund für das hohe Niveau sei der Basiseffekt, der auf die Senkung der Mehrwertsteuersätze im Juli 2020 zurückzuführen sei. Auch die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe habe ihren Anteil an der Steigerung. (13.09.2021/alc/a/a)