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Deutsche Bundesanleihen in die Verlustzone gedreht


13.10.21 09:12
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen legten zunächst zu, bevor sie im späteren Handel in die Verlustzone drehten, so die Analysten der Nord LB.

Enttäuschende Konjunkturdaten seien nur zeitweise eine Unterstützung gewesen. US-Staatsanleihen seien als sicher empfundene Alternativen nach dem verlängerten Wochenende (Feiertag am Montag) vor allem wegen der eher trüben internationalen Aktienmarktstimmung gefragt gewesen.

Die deutschen Großhandelspreise seien im September mit +13,2% gegenüber dem Vorjahr so stark gestiegen wie seit 1974 nicht mehr. Damit habe sich der Auftrieb erneut deutlich beschleunigt: Im August habe die Teuerungsrate bei 12,3% und im Juli bei 11,3% gelegen. "Der hohe Anstieg der Großhandelspreise ggü. September 2020 ist zum einen durch aktuell stark gestiegene Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte begründet", habe es geheißen. "Zum anderen kommt ein Basiseffekt infolge des sehr niedrigen Preisniveaus der Vorjahresmonate zum Tragen." Erze, Metalle und Vorprodukte aus Metall hätten sich um 62,8% verteuert, Roh- und Schnittholz hätten 54,6% und Mineralölerzeugnisse 42,3% mehr gekostet. (13.10.2021/alc/a/a)