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Deutsche Bundesanleihen: Kurse zum Wochenstart etwas verbessert


13.07.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben sich zum Wochenstart etwas verbessert, so die Analysten der Nord LB.

U.a. hätten die Staatspapiere von leicht nachgebenden Notierungen beim Öl profitiert. Bei einem insgesamt ruhigen Geschäft hätten die Kurse der US-Staatsanleihen im späten Handel leichte Verluste verzeichnet.

Die Großhandelspreise in Deutschland seien im Juni um 10,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt habe, habe es eine höhere Vorjahresveränderung zuletzt im Oktober 1981 gegeben. Im Mai habe die Steigerungsrate bei +9,7% gelegen, im April seien die Preise um 7,2% gestiegen. Die hohen Steigerungsraten würden sich zum Teil durch den Basiseffekt begründen, eine Folge des sehr niedrigen Preisniveaus der Vorjahresmonate im Zusammenhang mit der Corona-Krise, habe die Behörde mitgeteilt. Im Vormonatsvergleich hätten sich die Großhandelsverkaufspreise um 1,5% erhöht.

Eine große Anzahl deutscher Unternehmen blicke trotz Lieferengpässen optimistischer in die Zukunft. Erstmals seit Beginn der Pandemie würden die meisten Firmen laut Aussagen des IW-Instituts "richtig zuversichtlich" auf das laufende Jahr schauen. Aus der Reuters vorab vorliegenden Konjunkturumfrage gehe hervor, dass ein Großteil der rund 2000 befragten Unternehmen mehr produzieren, mehr Mitarbeiter einstellen und mehr investieren wolle. "Im Vergleich zur Befragung im Frühjahr hat sich die Stimmung damit deutlich aufgehellt, die Optimisten dominieren inzwischen alle Kategorien", habe das Institut erklärt.

Die EZB werde laut Präsidentin Lagarde auf der kommenden Juli-Zinssitzung ihren geldpolitischen Ausblick im Lichte der geänderten Strategie anpassen. "Es wird eine Prüfung der Forward Guidance geben", so Lagarde in einem Bloomberg-Interview. Denn diese müsse an den gerade abgeschlossenen Strategiecheck angeglichen werden. "Mein Gefühl sagt mir, dass wir uns weiter danach richten werden, günstige Finanzierungsbedingungen in unseren Volkswirtschaften zu bewahren", habe Lagarde hinzugefügt. Die EZB wolle die konjunkturelle Erholung unterstützen, die im Gange sei. (13.07.2021/alc/a/a)