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Deutsche Bundesanleihen: Kurse leicht nachgegeben


06.07.21 09:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die robusten Konjunkturdaten aus der Euro-Zone haben bei deutschen Bundesanleihen zu leicht nachgebenden Kursen geführt, so die Analysten der Nord LB.

Nach Angaben des Handelsverbandes HDE habe sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland im Juli den fünften Monat in Folge verbessert. Das Konsumbarometer sei mit 100,80 (97,65) Punkten auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren geklettert. "Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen zum Sommer begünstigen den zunehmenden Optimismus", habe es geheißen.

Bauen oder Renovieren werde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zunehmend kostspieliger. So habe sich Konstruktionsvollholz im Mai um 83,3% zum Vorjahresmonat verteuert, Dachlatten um 45,7% und Bauholz um 38,4%. Betonstahl in Stäben sei 44,3% teurer geworden, für Betonstahlmatten hätten 30,4% mehr bezahlt werden müssen als im Vorjahr. "Hauptgründe für die anziehenden Preise dürfte die steigende Nachfrage im In- und Ausland während der Corona-Pandemie sein sowie Probleme in der Versorgung mit Rohstoffen", habe das Amt erklärt.

Auch nach endgültigen Daten sei der deutsche Dienstleistungssektor im Juni deutlich gewachsen. Der dazugehörige IHS-Markit Einkaufsmanagerindex sei auf 57,5 (Mai: 52,8; Erstschätzung: 58,1) Punkte gestiegen. Auch in der Euro-Zone sei es für die Dienstleister aufwärts gegangen. Hier seien mit endgültig 58,3 Punkten sowohl der Mai-Wert (55,2) als auch die Erstschätzung (58,0) übertroffen worden. Der Composite-Index sei in der Euro-Zone im Juni so stark gestiegen wie seit 15 Jahren nicht mehr auf 59,5 (Mai: 57,1, Erstschätzung: 59,2) Zähler. In Deutschland habe der aus Industrie und Dienstleistung zusammengefasste Composite-Index bei 60,1 (Mai: 56,2, Erst-schätzung: 60,4) Punkten gelegen.

Wegen eines Feiertages seien die Märkte für US-Staatsanleihen geschlossen geblieben. (06.07.2021/alc/a/a)