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Deutsche Bundesanleihen: Kurse durch steigende Inflationserwartungen belastet


12.10.21 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die steigenden Inflationserwartungen haben die Kurse deutscher Bundesanleihen erneut belastet und im Gegenzug die Renditen anziehen lassen, so die Analysten der Nord LB.

EZB-Ratsmitglied Knot habe Investoren an den Finanzmärkten vor den Gefahren einer hohen Inflation gewarnt. Es gelte sich dieser Risiken bewusst zu sein, um plötzliche Korrekturen zu vermeiden, habe der niederländische Notenbankchef gesagt. "Der gegenwärtige Risikoappetit an den Börsen kann nur mit einer niedrigen Inflation und niedrigen Zinsen beibehalten werden", so Knot. Er rechne zwar immer noch damit, dass der derzeitige Inflationsanstieg größtenteils vorübergehend sei. Aber es müssten auch andere Szenarien betrachtet werden.

Nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Lane zwinge der aktuelle Inflationsschub im Euro-Raum nicht zum Handeln. "Bei den Dienstleistungen sei der Preisanstieg schwach, gleiches gelte auch für das Wachstum der Löhne. Der Auslöser für geldpolitisches Handeln ist nicht vorhanden", so Lane. Damit der Anstieg der Preise dauerhaft sei, müsse er sich erst von den Güterpreisen auf die Dienstleistungen und die Löhne ausbreiten.

Am Markt für US-Staatsanleihen habe feiertagsbedingt kein Handel stattgefunden. (12.10.2021/alc/a/a)