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Deutsche Bundesanleihen: Kurse durch Wirtschaftsdaten aus dem Euro-Raum belastet


01.02.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus dem Euro-Raum belasteten die Kurse deutscher Bundesanleihen, so die Analysten der Nord LB.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern seien 2020 wegen der Corona-Pandemie deutlich rückläufig gewesen, seien allerdings nicht ganz so stark, wie zwischenzeitlich befürchtet gefallen. Das Aufkommen habe 682,3 (Vorjahr: 735,8) Mrd. EUR betragen.

Trotz des zweiten Lockdowns sei die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Januar mit einem Plus von 193.000 nicht stärker gestiegen als für die Jahreszeit üblich. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) habe damit insgesamt 2,901 Mio. Arbeitslose verzeichnet. Die Arbeitslosenquote sei auf 6,3% (Dezember: 5,9%) gestiegen.

Die deutsche Wirtschaft habe sich bis zum Jahresende als sehr widerstandsfähig erwiesen. Trotz des Lockdowns habe das reale BIP in Q4 sogar leicht um 0,1% zum Vorquartal zugelegt. Ein erneutes Abtauchen in die Rezession sei somit abgewendet, allerdings würden die Belastungen des Lockdowns in Q1 nicht mehr vollständig zu kompensieren sein. Nach einem Rückgang des BIP in Q1 sei aber eine beschleunigte Erholung wahrscheinlich, die Analysten würden ein BIP-Wachstum von 3,5% für 2021 erwarten. Eine erfolgreiche und schnelle Impfkampagne sei und bleibe dabei der entscheidende Faktor im Kampf gegen die Pandemie und für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise.

US-Staatsanleihen hätten von der Schwäche des Aktienmarktes nicht profitieren können und seien schwächer aus dem Handel gegangen. (01.02.2021/alc/a/a)