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Deutsche Bundesanleihen: Kursabschläge nach US-Jobbericht


06.09.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Der schwache US-Stellenaufbau hat den deutschen Bundesanleihen nur kurzfristig Auftrieb verliehen, so die Analysten der Nord LB.

Im weiteren Verlauf seien die gesunkene Arbeitslosenquote und die gestiegenen Löhne in den Fokus geraten und hätten für Kursabschläge gesorgt. Die zum Teil widersprüchlichen Signale des US-Jobberichts hätten bei US-Staatsanleihen zu Kursverlusten geführt.

In den USA seien im August unerwartet wenige Arbeitsplätze entstanden. Es seien lediglich 235.000 (Erwartung: mehr als 700.000) neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden, habe die Regierung mitgeteilt. Damit hätten die US-Arbeitsmarktdaten zumindest auf den ersten Blick negativ überrascht. Die Corona-Pandemie scheine zwar wieder zu größeren Belastungen geführt zu haben, von zentraler Bedeutung dürfte aber sein, dass die Unternehmen momentan mit einer sehr begrenzten Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu kämpfen hätten. Bei einer größeren Zahl von Bewerbern wäre am aktuellen Rand also sicherlich ein stärkerer Stellenaufbau durch die Unternehmen zu beobachten gewesen.

Insofern dürfe man die Daten zur Beschäftigungssituation wohl auch nicht zu negativ interpretieren, zumal die Arbeitslosenquote auf 5,2% gefallen sei. Die Löhne seien hingegen mit +0,6% zum Vormonat bzw. +4,3% zum Vorjahr doppelt so stark gestiegen wie erwartet. (06.09.2021/alc/a/a)