Deutsche Anleihen: Positive deutsche Konjunkturdaten sorgen für etwas leichtere Notierungen


09.05.18 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die deutschen Exporte sind im März um 1,7% gegenüber dem Vormonat gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit, so die Analysten der Nord LB.

Im Februar seien die Ausfuhren noch um 3,1% schwächer gewesen, auch zuvor habe es Rückgänge gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr habe es bei den Exporten ein Minus von 1,8% auf 116,1 Mrd. EUR gegeben, was mit den frühen Osterferien in diesem Jahr zu begründen sei. Die Importe seien im März um weitere 0,9% und damit bereits den dritten Monat in Folge gefallen.

Das vom ifo-Institut erhobene Weltwirtschaftsklima habe sich im zweiten Quartal eingetrübt. Der Index sei um 9,5 auf 16,5 Punkte gefallen, wie das Institut mitgeteilt habe. Die befragten Experten aus 120 Ländern würden die Wirtschaftslage zwar unverändert als günstig bewerten, doch seien ihre Erwartungen deutlich weniger optimistisch als noch zu Jahresbeginn. "Der Aufschwung der Weltkonjunktur bleibt weiter intakt, jedoch schwächt er sich ab", habe es geheißen.

Positive deutsche Konjunkturdaten (Export und Produktion im verarbeitenden Gewerbe) hätten bei den deutschen Anleihen am Dienstag für etwas leichtere Notierungen gesorgt. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei auf 158,85 (159,31) Punkte gefallen, die Rendite der zehnjährigen Bunds habe bei 0,56% (0,53%) gelegen. Italienische Staatsanleihen seien angesichts der politischen Unsicherheit unter Druck gewesen. Die zehnjährige Anleihe habe bei 1,86% (1,76%) rentiert. US-Anleihen hätten sich nach der Ankündigung des US-Ausstiegs aus dem Atomabkommen mit dem Iran mit leichten Verlusten präsentiert. Die zehnjährige Treasury habe mit 2,97% (2,95%) rentiert. (09.05.2018/alc/a/a)