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Deka-EZB-Kompass: Ausdauer gefragt


08.09.20 09:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach der kräftigen Erholung über die letzten Monate erfuhr der Deka-EZB-Kompass im August einen Rücksetzer und fiel auf -53,0 Punkte, so die Analysten de DekaBank.

Ausschlaggebend hierfür sei der niedrigere Wert seiner Inflationssäule gewesen.

Die neuen makroökonomischen Projektionen der EZB dürften nur überschaubare Revisionen beinhalten. In den vergangenen Wochen hätten verschiedene Ratsmitglieder zu verstehen gegeben, dass sich ihr Basisszenario für die wirtschaftliche Entwicklung nicht wesentlich geändert habe. Deshalb sei bei dieser Ratssitzung nicht mit einer Änderung der Geldpolitik zu rechnen.

Mit der Zeit dürfte die niedrige Inflation die Notenbanker aber erneut unter Druck setzen. Die Analysten de DekaBank gehen davon aus, dass die EZB bei ihrer Sitzung im Dezember den Zeitrahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) bis zum Jahresende 2021 verlängern und sein Volumen noch einmal um einige hundert Milliarden Euro aufstocken wird. (08.09.2020/alc/a/a)