Credits: Emittenten-Profil zu Deutsche Pfandbriefbank AG


15.07.21 12:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Deutsche Pfandbriefbank (ISIN DE0008019001/ WKN 801900) (pbb) ist ein Spezialinstitut für die Finanzierung gewerblicher Immobilienprojekte und der Öffentlichen Hand, so die Analysten der Helaba.

Der Fokus liege auf deckungsfähigem Pfandbriefgeschäft. Das Institut verfolge eine konservative Refinanzierungs-Strategie mit weitgehender Fristenkongruenz auf Aktiv- und Passivseite. In ihren Kerngeschäftsfeldern stelle die Bank mittel- bis langfristige Finanzierungen bereit. Hierbei verfüge sie über besondere Expertise bei komplexeren größeren Transaktionen. Kernmärkte seien Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die nordischen Länder, einzelne mittel- und osteuropäische Länder sowie Spanien. Seit 2016 expandiere sie auf dem US-Immobilienmarkt.

Zielkunden in der gewerblichen Immobilienfinanzierung (Real Estate Finance, REF) seien vor allem professionelle Immobilieninvestoren; Immobilien-Entwickler hätten nach eigenen Angaben eine untergeordnete Bedeutung. 2020 habe das Immobilien-Segment rund 70% des Konzernvorsteuergewinns erzielt. Bei der Finanzierung öffentlicher Haushalte konzentriere sich die Bank in ihrem Kerngeschäft auf die Kreditfinanzierung öffentlicher Infrastrukturprojekte (Public Investment Finance, PIF). Neben den beiden Kerngeschäftsfeldern verfüge die pbb über ein im Abbau befindliches Portfolio, das sogenannte Value Portfolio (VP). Hierbei handele es sich um Altbestände aus den Vorgängerinstituten, insbesondere Anleihen zur Budgetfinanzierung öffentlicher Stellen, mit vergleichsweise niedrigen Margen.

Die pbb sei aus der 2009 verstaatlichten Hypo Real Estate hervorgegangen. Von ihrem Vorgängerinstitut habe sie das pfandbrieffähige Geschäft übernommen, während nicht mehr marktfähige bzw. nichtstrategische Geschäftsbereiche und Problem-Engagements auf die Depfa bzw. den bundeseigenen Stabilisierungsfonds übergegangen seien. 2015 sei der Börsengang gefolgt. Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) halte indirekt über die Hypo Real Estate Holding einen Anteil von 3,5%.

Stärken:
- Geringe Komplexität, klarer Fokus auf gewerbliche Immobilien und öffentliche Projekte
- Moderates Risikoprofil mit geringem Anteil notleidender Kredite und sehr soliden Eigenkapitalquoten
- Bei gewerblichen Immobilien Ausrichtung auf Prime-Segment
- Hoher Anteil Deutschland
- Ertragspotenzial durch Abbau des nichtstrategischen Portfolios (Value Portfolio) und regionale Expansion

Schwächen:
- Relativ hohe Konzentration der Geschäftsaktivitäten, vergleichsweise hohe Einzelrisiken
- Geringe Eigenkapitalprofitabilität als Kehrseite des moderaten Risikoprofils
- Kerngeschäft durch starken Wettbewerb und Niedrigzinsumfeld belastet
- Anstieg notleidender Kredite aufgrund Corona-Krise zu erwarten, Strukturwandel sorge für Unsicherheit vor allem bei Büroimmobilien (Ausgabe vom 14.07.2021) (15.07.2021/alc/a/a)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
9,242 € 9,17 € 0,072 € +0,79% 05.08./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008019001 801900 10,56 € 5,11 €