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Covered Bonds: Spreads dürften vergleichsweise niedrig bleiben


11.05.20 10:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während die Märkte in den letzten Wochen geradezu mit Neuemissionen von Unternehmen, Banken (ungedeckt), Bundesländern und Agenturen überflutet wurden, ist die Pipeline für Covered Bonds nahezu komplett ausgetrocknet, so die Analysten der DekaBank.

Zwar würden Banken gedeckte Anleihen sogar in ungeahnter Rekordhöhe auflegen, doch würden diese Bonds nicht den Markt erreichen, sondern würden für die zuletzt nochmals verbesserte Refinanzierung über die Tendergeschäfte der EZB genutzt. Somit werde die Liquidität im Covered Bond-Handel weiter verringert, denn auch den Notenbanken würden die Neuemissionen fehlen, sodass sie verstärkt bemüht seien, im Sekundärmarkt Käufe zu tätigen. Immerhin bleibe dem Markt somit eine Ausweitung der Risikoaufschläge durch großzügige Neuemissionsprämien erspart, wie zuletzt beispielsweise bei Anleihen von Bundesländern aufgrund stark erhöhter Kreditaufnahme. Spreads von Covered Bonds und vor allem von Pfandbriefen dürften daher auch mittelfristig vergleichsweise niedrig bleiben. (Ausgabe Mai 2020) (11.05.2020/alc/a/a)