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Covered Bond-Primärmarkt: Emissionsflut zum Jahresstart


10.01.18 12:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Bereits das dritte Mal in Folge eröffnete die LBBW auch in 2018 mit ihrer Transaktion die Emissionstätigkeit am Euro-denominierten Covered Bond-Markt, sodass bereits am ersten Handelstag im neuen Jahr der Primärmarkt geöffnet wurde, so die Analysten der Nord LB.

Seit dem hätten die Analysten bereits 15 Deals gesehen, auf die sie aufgrund der hohen Anzahl jedoch nur selektiv eingehen würden. Auffällig sei u.a. gewesen, dass sich einige Emittenten mittels Dual Tranchen sowohl im mittleren als auch langen Laufzeitbereich über Benchmarks refinanziert hätten. Hier seien beispielsweise die Deals von Westpac oder Caffil anzuführen. Der australische Emittent habe so insgesamt EUR 1,75 Mrd. für Laufzeiten über sieben (ms +2bp) und 15 Jahre (ms +10bp) platziert, während Caffil in Summe EUR 1,5 Mrd. mit einer Laufzeit von acht Jahren (ms -10bp) und 15 Jahren (ms flat) emittiert habe. Ebenfalls den sehr langen Laufzeitbereich fokussiere die ABN Amro, die nach der LBBW die zweite Euro-Benchmark in diesem Jahr platziert und das bisher größte Volumen mit EUR 2,0 Mrd. für ihren Deal gewählt habe. Der Pricing-Prozess sei mit ms +5bp area gestartet, wobei der Reoffer-Spread letztlich bei ms +2bp fixiert worden sei.

Im mittleren Laufzeitenbereich seien beispielsweise die Transaktionen der Crédit Agricole oder der United Overseas Bank aus Singapur zu nennen. Bei Letzterer handle es sich inzwischen um die dritte Euro-denominierte Benchmarktransaktion, wobei die UOB erstmals eine Laufzeit von sieben Jahren gewählt habe (zuvor jeweils über fünf Jahre) und dennoch mit ms +2bp einen engeren Spread erreiche als bei den zuvor platzierten Emissionen. Eine rege Beteiligung habe auch die Crédit Agricole verzeichnet, die insgesamt EUR 1,25 Mrd. für eine Laufzeit von acht Jahren zu einem Reoffer-Spread von ms -10bp emittiert habe, nachdem de Pricing-Prozess bei ms -6bp area begonnen habe. Insgesamt belaufe sich das Emissionsvolumen damit seit Jahresanfang auf EUR 13,5 Mrd.

Nach wie vor würden sich die Marktteilnehmer derzeit auf die Transaktionen am Primärmarkt fokussieren, was auch im Sekundärmarkt zu höheren Umsätzen geführt habe. Insgesamt überwögen am ultralangen Ende derzeit die Abgeber, während am kurzen Ende sowie im mittleren Laufzeitbereich aufgrund des verhaltenen Angebots Kaufanfragen überwögen. (10.01.2018/alc/a/a)