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Coronakrise: Institutionelle Investoren greifen verstärkt bei Bundesanleihen und US-Treasuries zu


06.05.20 11:45
e-fundresearch.com

Wien (www.anleihencheck.de) - Während die Pandemie die Weltmärkte zum Beben brachte, haben Manager von Spezialfonds ihre Investments in Staatsanleihen leicht ausgebaut und ihre Allokation angepasst, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Das zeige eine erste Zwischenbilanz von Universal-Investment.

Pensionskassen und Versorgungseinrichtungen, aber auch Versicherungen, Stiftungen oder Unternehmen hätten sich in der Coronakrise stärker mit Bundesanleihen und US-Treasuries eingedeckt. Rückläufig seien dagegen die Anteile der Papiere aus Schwellenländern sowie spanischer und italienischer Anleihen.

Insgesamt seien per Ende März 329 Milliarden Euro in Spezialfonds von Universal-Investment verwaltet worden - davon mit 138 Milliarden rund 42 Prozent in Rentenpapieren. Knapp 38 Milliarden Euro davon würden Staatsanleihen ausmachen. Das seien rund elf Prozent der Gesamtanlagen oder 26,5 Prozent des Rentensegments. Ende 2019 habe der Vergleichswert bei 36,5 Milliarden Euro oder 25,7 Prozent aller Festverzinslichen gelegen. Zum 31. März seien 11 Milliarden Euro oder 29 Prozent der Staatsanleihen in Bundespapieren angelegt gewesen, 4,5 Milliarden oder zwölf Prozent in amerikanischen Anleihen.

Leicht rückläufig hätten die Anleihen aus Italien und Spanien notiert. Papiere aus Frankreich seien mit einem Anteil von zehn Prozent stabil geblieben, ebenso britische Gilts, die aber auf einem Niveau von nur einem Prozent schon seit vielen Jahren mit Blick auf die Volumina keine große Bedeutung mehr hätten.

Staatsanleihen aus Schwellenländern gemäß MSCI Emerging Markets Index würden in Summe zwar noch die zweitstärkste Gruppe bei den Fondsinvestments der Institutionellen bilden, jedoch seien ihre Volumina durch die Krise unter Druck geraten: Von 15 Prozent zu Beginn des Jahres sei ihr Anteil auf 13 Prozent zurückgefallen.

"Eine ausgewogene Vielfalt der Anlagen wird für unsere Kunden immer wichtiger - gerade in volatilen Zeiten, wie wir sie aktuell durchleben", beobachte Katja Müller, Chief Customer Officer bei Universal-Investment. "Neben mehr Diversität über alle Asset-Klassen hinweg sehen wir auch im klassischen Rentensegment eine immer stärkere globale Streuung. Die Portfolios unserer Kunden sind dabei so individuell wie ihre Anlageziele oder Risikoprofile. In diesem Jahr sind Emissionen aus so exotischen Ländern wie Laos und Mozambique hinzugekommen." Die Entwicklung der Volumina nach Ländern sei in den ersten drei Monaten des Jahres recht unterschiedlich gewesen: Während Investments in Staatsanleihen aus China oder Japan leicht gestiegen seien, hätten Positionen aus Indonesien, Kolumbien, Katar oder Mexiko abgenommen. (Ausgabe vom 05.05.2020) (06.05.2020/alc/a/a)