Chinesische Inflationsrate im Oktober auf 1,9% gestiegen


09.11.17 09:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die chinesische Inflationsrate ist im Oktober von 1,6% auf 1,9% gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Dies sei der höchste Stand seit Januar dieses Jahres. Während die Vorjahresrate bei Dienstleistungen mit 3,2% nahezu auf ihrem Vormonatsniveau verharrt habe, habe die Preisdynamik bei Konsumgütern deutlich von 0,7% auf 1,1% angezogen.

Wie das Statistische Bundesamt heute Morgen bekanntggeben habe, seien die deutschen Exporte im September um 0,4% gegenüber dem Vormonat gesunken. Bei den Importen habe sich ein noch deutlicherer Rückgang um 1,0% ergeben. Zugleich seien die jeweiligen Vormonatswerte von +3,1% auf +2,0% beziehungsweise von +1,2% auf +0,8% revidiert worden. In der Summe dürfte der Außenhandel damit einen leicht positiven Beitrag zum BIP-Wachstum im 3. Quartal geleistet haben.

Auch heute sei der Konjunkturdatenkalender für den weiteren Tagesverlauf nur sehr spärlich besetzt. In den USA würden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die vergangene Woche veröffentlicht. Nach den Hurrikan-bedingten, deutlichen Ausreißern nach oben im September habe sich die Situation hier inzwischen wieder beruhigt. In der Vorwoche seien die Anträge auf 229 Tsd. und damit auf den drittniedrigsten Stand im bisherigen Jahresverlauf gesunken. Auch wenn der Markt hier für die Berichtswoche mit einem leichten Anstieg auf 232 Tsd. Anträge rechne, müsse man schon bis in die 1960er Jahre zurückgehen, um eine längere Phase mit einem vergleichbar niedrigen Niveau zu finden. (09.11.2017/alc/a/a)