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COVID-19 Eurozonen Spreads: Kurzfristig noch Turbulenzen, dann kann nur die EZB gewinnen


08.05.20 11:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach einem sprunghaften Anstieg der Eurozonen Spreads (insbesondere Italien und Griechenland) beschloss die EZB, nachdem sie bereits eine APP-Erweiterung um 120 Mrd. EUR verabschiedet hatte, Ende März weitere substanzielle Anleihekäufe im Umfang von 750 Mrd. EUR (PEPP), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die EZB-Präsidentin Lagarde habe deutlich gemacht, ähnlich wie Draghi in der Eurokrise, alles in ihrer Macht (innerhalb des Mandats) Stehende zu tun, um die Eurozone vor einem massiven COVID-19 Schock zu bewahren bzw. eben den Euro wieder zu retten. Nach der Ankündigung seien die Staatsanleihen-Spreads wieder abgefallen. Diese erhöhte EZB-Nachfrage, würden die Analysten zusammen mit der Anleihen Angebotsausweitung (aufgrund deutlich verschlechterter Budgetsalden) und der Neubewertung der Kreditrisiken, als einen der Hauptfaktoren für die Spreadentwicklung ansehen. Bis Jahresende würden sie mit einem Einlaufen der Spreads in der Eurozone rechnen. Kurzfristig würden sie für die Peripherieländer jedoch noch einige Punkte sehen, die ein vorzeitiges Zurückgehen der Risikoprämien verhindere. (08.05.2020/alc/a/a)