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CE3: Weitere Zinsanhebung in Ungarn


02.11.21 11:15
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion, aber auch die Teuerung haben in Polen zuletzt wieder mit höherer Dynamik zugelegt, so die Analysten von Raiffeisen Capital Management in einer aktuellen Ausgabe des "emreport".

Politisch habe das Verfassungsgericht für Schlagzeilen gesorgt, als es in einem Urteil polnisches Recht über EU-Recht gestellt habe. Damit befinde sich Polen einmal mehr auf Kollisionskurs zu Brüssel.

In Tschechien seien die Wirtschaftsdaten zuletzt eher zur Nebensache geraten. Im Fokus habe stattdessen die Parlamentswahl gestanden. Das Wahlbündnis von Premier Babis habe überraschend eine knappe Niederlage hinnehmen müssen, wofür vor allem das schwache Abschneiden des sozialdemokratischen Koalitionspartners verantwortlich gewesen sei. Die Sozialdemokraten hätten ebenso den Einzug ins Parlament wie die Kommunisten verfehlt, die die Regierung Babis bislang toleriert hätten und die erstmals seit 1989 nicht mehr im Parlament vertreten seien.

Ungarns Notenbank habe den wichtigsten Zinssatz zum vierten Mal in Folge erhöht, von 1,5% auf 1,65%. Der Zinsschritt sei damit geringer ausgefallen als von vielen Beobachtern erwartet, die mit einer Anhebung um 0,25% gerechnet hätten. Die Aktienmärkte in allen drei Ländern hätten im September und in der ersten Oktoberhälfte weiter zugelegt, am stärksten in Tschechien (+6%), gefolgt von Ungarn (+5,4%) und Polen (+3,6%). (Ausgabe Oktober 2021) (02.11.2021/alc/a/a)