Bundesanleihen widerstandsfähig


11.01.21 08:46
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der designierte US-Präsident Biden hat sich bereits für deutlich höhere Konjunkturhilfen ausgesprochen und vonseiten der US-Notenbank ist zu hören, dass sich die expansive Geldpolitik vorläufig nicht ändern wird, selbst wenn es zu erhöhten Staatsausgaben und einem Anstieg der Inflation kommen sollte, so die Analysten der Helaba.

Dies treibe die Renditen in den USA. Dieser Entwicklung könnten sich Bundesanleihen zwar nicht entziehen, der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe aber eine gewisse Widerstandskraft entwickelt. Entsprechend sei der Transatlantikspread zuletzt deutlich gestiegen.

Mit den Corona-Hilfen steige auch der Finanzierungsbedarf und so wundere es nicht, dass die Aktivitäten am Primärmarkt in dieser Woche Fahrt aufnehmen würden. Spanien und Portugal würden 10-jährige Anleihen via Syndikat auf den Markt zu bringen planen. Ansonsten stünden Auktionen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden auf dem Programm.

Das technische Bild des Bund-Futures sei getrübt, denn seit Mitte Dezember gehe es unter Schwankungen abwärts und die 21- und 55-Tagelinien seien dauerhaft unterschritten worden. Zudem richte sich der MACD unterhalb seiner Signallinie nach unten, das Kursmomentum sei negativ und der ADX steige. Insofern scheine ein erneuter Rücksetzer möglich, wobei der Bereich um 177,00 eine wichtige Unterstützung darstelle. Ein erster Widerstand sei bei 177,85 zu lokalisieren. (11.01.2021/alc/a/a)