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Bundesanleihen etwas zugelegt - US-Staatsanleihen leicht angezogen


03.05.21 10:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Laut der Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes hat der fortwährende Lockdown das deutsche BIP im 1. Quartal um 1,7% zum Vorquartal schrumpfen lassen, berichten die Analysten der NORD/LB.

Ökonomen seien im Schnitt nur von einem Minus von 1,5% ausgegangen. Belastungen habe es im 1. Quartal einige gegeben: Weitgehend geschlossene Geschäfte, größere Käufe, die aufgrund der ermäßigten Mehrwertsteuer im 4. Quartal 2020 vorgezogen worden seien, und die Chip-Knappheit. Für den weiteren Jahresverlauf sei eine beschleunigte Erholung wahrscheinlich, die Analysten der NORD/LB würden ein BIP-Wachstum von über 3% für 2021 erwarten.

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone sei wie erwartet auch im 1. Quartal geschrumpft. Das reale Bruttoinlandsprodukt sei aber nur moderat um 0,6% zum Vorquartal zurückgegangen.

In China sei der offizielle Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im April auf 51,1 von 51,9 Punkten im März zurückgegangen. Damit sei die chinesische Industrie etwas langsamer gewachsen als erwartet. Nach Angaben des chinesischen Statistikamtes sei der Rückgang u.a. auf den Mangel an Chips und Problemen in der internationalen Logistik zurückzuführen. Auch der Index für neue Exportaufträge habe im April mit 50,4 Zählern unter dem Vormonatswert von 51,2 Punkten gelegen.

Die französische Wirtschaft habe sich trotz der anhaltenden Corona-Krise im 1. Quartal auf Wachstumskurs befunden. Das BIP habe sich unerwartet stark um 0,4% zum Vorquartal verbessert.

Ungeachtet der weiter steigenden Inflation in der Euro-Zone hätten deutsche Bundesanleihen am Freitag etwas zulegen können. Auch US-Staatsanleihen hätten am Freitag im Handelsverlauf leicht angezogen. Ein weiteres Anziehen der Kurse sei von der robusten Konjunkturerholung in den USA ausgebremst worden. (03.05.2021/alc/a/a)