Bund-Future: Weiterhin volatil


04.01.19 09:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die überkaufte Marktsituation hatte Korrekturrisiken angedeutet und obwohl die europäischen Aktienmärkte erneut schwächer notierten, gab der Rentenmarkt zunächst nach, so die Analysten der Helaba.

Im Hinblick auf die fundamentalen Datenveröffentlichungen drohe vor allem von einem robusten Arbeitsmarktbericht in den USA weiterer Gegenwind. Dazu müsste es aber zu einem Anstieg der Stundenlohnentwicklung kommen, was angesichts der Knappheitssignale, die seit Monaten vorherrschen würden, nicht auszuschließen sei. Leitzinserhöhungen der FED würden in diesem Jahr marktseitig nicht mehr eskomptiert und so bestünden Risiken. Technisch bleibe hervorzuheben, dass der im Oktober etablierte Aufwärtstrend intakt sei und DMI sowie MACD weiterhin im Kauf stünden. RSI und Stochastik würden aber kurzfristig zur Vorsicht mahnen. Rücksetzer könnten zunächst bis zum 38,2%-Level des jüngsten Aufwärtsimpulses bei 164,11 führen. Folgend gebe die Marke 164,01 Halt und darunter finde sich eine Unterstützung in Form der 21-Tagelinie bei 163,28. Die Trading-Range liege zwischen 163,64 und 165,10.

Zunächst relativ gelassen später aber dann doch spürbar habe der BTP-Markt auf die neuen Sorgen um italienische Banken reagiert, nachdem die Banca Carige vonseiten der EZB unter Zwangsverwaltung gestellt worden sei. Es sei zu einer Spreadausweitung auf ein Niveau von 270 Basispunkten gekommen. Dies seien etwa 20 Basispunkte mehr als im Dezember. Zur Erinnerung: Im Herbst habe der Renditeabstand zu Bunds teilweise jenseits von 320 Basispunkten gelegen. Andere Peripheriemärkte seien nur leicht unter Druck gesetzt worden. (04.01.2019/alc/a/a)