Bund-Future: Richtungsimpuls abwarten


13.04.18 09:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Risikoaversion war in Anbetracht der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland im Syrien-Konflikt erhöht, am Ende halten sich die Unterstützungen für den Rentenmarkt aber in Grenzen, so die Analysten der Helaba.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) notiere unterhalb des bei 159,69 liegenden Märzhochs. Chancen auf einen Anstieg darüber seien aufgrund geopolitischer Risiken zwar vorhanden, das technische Umfeld stimme aber skeptisch. Neben dem MACD-Verkaufssignal sei das Kursmomentum schwach und der rückläufige ADX lasse derzeit auf eine trendlose Marktverfassung schließen. Insofern sollte der nächste Richtungsimpuls abgewartet werden. Die Trading-Range liege zwischen 158,90 und 159,70.

Die Auktionen in Italien seien gestern problemlos verlaufen. Sowohl die kurzlaufenden Papiere als auch die langen und ultralangen Laufzeiten hätten genügend Interessenten gefunden. Die Bid/Cover-Ratios hätten zwischen 1,3 und 1,4 gelegen. Die in letzter Zeit zu beobachtende Outperformance italienischer Staatsanleihen sei dennoch zum Erliegen gekommen. Die Aufschläge zu Bundesanleihen würden leicht steigen, was mit der erhöhten Risikoaversion zu erklären sei.

Der Blick auf die Renditestrukturkurven in den USA und Deutschland zeige, dass sich diese seit Anfang dieses Jahres ähnlich entwickeln würden, obwohl die geldpolitischen Ausrichtungen unterschiedlich seien. Während die US-Notenbank am Pfad gradueller Leitzinserhöhungen festhalte und in diesem Jahr noch zwei weitere Erhöhungen vornehmen dürfte, habe es die EZB mit der Zinswende nicht eilig. Dennoch habe sich der Renditespread zwischen 10- und 2-jährigen Bundesanleihen seit Mitte Februar um gut 30 BP auf zuletzt 106 BP reduziert. In den USA falle der Spread-Rückgang ähnlich hoch aus. (13.04.2018/alc/a/a)