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Britische Verbraucherpreise steigen weiter


19.11.20 09:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In Großbritannien ist die Inflationsrate im Oktober auf 0,7 Prozent gestiegen, von 0,5 Prozent im Vormonat, so die Analysten von Postbank Research.

Tatsächlich wirke sich die Pandemie inzwischen in vielen Bereichen preissteigernd aus. Dies sei beispielsweise im Verkehrssektor der Fall, da es hier zu einer ausgeprägten Verlagerung der Nachfrage in Richtung Individualverkehr gekommen sei. Anders lasse sich der Preisanstieg in Höhe von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei Gebrauchtwagen kaum erklären. Auch die Preise für persönliche Dienstleistungen hätten zuletzt noch einmal deutlich zugelegt, da die Anbieter die mit den Coronavirus-Maßnahmen verbundenen höheren Kosten zumindest teilweise an die Kunden weitergeben würden. Auf der anderen Seite wirke sich die Pandemie in einigen Bereichen nach wie vor preisdämpfend aus, beispielsweise im Freizeit- und Tourismussektor, sodass die Inflation in den kommenden Monaten per saldo noch auf einem moderaten Niveau verharren dürfte.

Unterdessen habe die britische Regierung ein Programm über 12 Milliarden Britische Pfund zur Förderung grüner Industrien verabschiedet. Danach sollten ab 2030 unter anderem keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr zugelassen werden. Gleichzeitig würden Investitionen in Alternative Energien und in energieeffiziente Häuser gefördert, wobei insbesondere auch der energetische Einsatz von Wasserstoff im Haushaltsbereich eine Rolle spielen solle. Das Pfund Sterling habe seinen Aufwertungstrend zum Euro gestern fortgesetzt. (19.11.2020/alc/a/a)