BoE: Wohl doch kein Zinserhöhungsschritt in 2018


09.05.18 08:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Blick der Marktteilnehmer ist sicherlich schon der Donnerstag, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Das Monetary Policy Committee (MPC) der Bank of England dürfte nach Erachten der Analysten angesichts des zuletzt nur schwachen Wirtschaftswachstums (1. Quartal 2018: +0,1% gg. Vq.) sowie des Rückgangs der Inflation im März auf 2,4% (Februar: 2,7%) mit 7:2 Stimmen für eine unveränderte Base Rate votieren. Beim Inflationsbericht der BoE würden die Analysten im Vergleich zum Februar-Bericht mit einer Abwärtsrevision des Inflationsausblicks um 0,2 Prozentpunkte auf 2,2% für 2018 und für 2019 mit einer Reduktion um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1% rechnen. Beim BIP-Ausblick dürfte der Rückwärtsgang noch etwas deutlicher ausfallen (2018 nur noch 1,5% statt bisher 1,8%; 2019 nun 1,6% statt bisher 1,8%).

Von der Zinsentscheidung der Bank of England und dem Inflationsbericht könnte ein Signal ausgehen, dass weder in 2018 noch in 2019 eine Verschärfung der Geldpolitik auf der Agenda stehe. Bei der EUR/GBP-Notierung würden die Analysten aber noch mit einer weiteren moderaten Befestigung des Britischen Pfundes zum Euro bis auf 0,86 GBP per Jahresende 2018 rechnen. (09.05.2018/alc/a/a)