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Berater werden bei der passenden Geldanlage für kleine Geldbeutel immer wichtiger


12.07.21 15:15
Moventum

Luxembourg (www.anleihencheck.de) - Es wird immer schwieriger, kleine Vermögen in Zeiten von Niedrigzinsen und anziehender Inflation gut anzulegen: "Es gibt kaum Lösungen für Sparer, denn auch viele fondsbasierte Vermögensverwaltungen starten erst ab größeren Summen", so Swen Köster, Senior Vice President bei Moventum S.C.A.

"Umso wichtiger ist es, einen guten Berater an seiner Seite zu haben."

Strafzinsen, Negativzinsen, Minuszinsen oder Verwahrentgelte. Egal wie man sie nenne: Immer mehr Banken und Sparkassen würden die Gebühren von immer kleineren Beträgen auf den Konten der Sparer abziehen. Anfang Juli hätten etliche Kreditinstitute in Deutschland ihren Kunden Negativzinsen schon ab 25.000 Euro in Rechnung gestellt. Das Vergleichsportal Verivox liste auf, dass auch kleinere Summen mittlerweile nicht mehr verschont bleiben würden: 16 Geldhäuser würden schon Minuszinsen ab 10.000 Euro auf dem Konto nehmen und selbst bei 5.000 Euro würden derzeit schon vier Institute zuschlagen.

Dabei handele es sich nicht etwa um relativ unbekannte Geldhäuser, sondern betreffe Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, bei denen Otto Normalverdiener ihr Erspartes hinterlegt hätten. Und das nicht zu knapp, denn einer Studie der Postbank zufolge sei die beliebteste Anlageform der Deutschen mit 53 Prozent immer noch das Sparkonto, mit 34 Prozent direkt gefolgt vom Girokonto.

Wer auf das richtige Anlage-Pferd setze, sei fein raus, doch wohin mit dem Ersparten? "Es gibt für kleine Summen kaum vermögensverwaltende Lösungen auf Investmentfondsbasis", so Köster. Was das Problem zusätzlich verschärfe, sei der reale Kaufkraftverlust, den Sparer zurzeit erleiden würden: "Im Zuge der steigenden Inflation geht mit den Verwahrentgelten noch mehr verfügbares Kapital verloren", sage Köster. Bankkunden sollten sich daher überlegen, wie Beträge auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto besser angelegt werden könnten.

Wohl dem, der sich in dieser Zeit gut beraten lasse: "Ein versierter Berater weiß, welche Vermögensverwaltung schon ab der Summe einspringt, ab der die Banken Gebühren verlangen", so Köster. Dabei komme dem Berater die wichtige Aufgabe zu, gemeinsam mit dem Kunden zu eruieren, welche Strategie mit welchen Risikoklassen für den Einzelnen geeignet seien. "Wer bisher sein Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen hatte, will nicht plötzlich hochvolatil in Aktien spekulieren", so Köster. Hier helfe es, eine gesunde Balance zwischen Ertrag und Risiko zu finden. (12.07.2021/alc/a/a)