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Bankanleihen: Trügerische Sicherheit?


05.11.20 10:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wie zu erwarten war, erhöhte sich im Zuge der US-Wahl die Volatilität im Bankensegment, so die Analysten der Helaba.

Entsprechend habe der ITRAXX Senior Financials mal mehr und mal weniger deutliche Ausschläge vollzogen. Letztendlich sei eine Einengung der Spreads zu konstatieren gewesen. Zwischenzeitlich habe der europäische Bankenindex bereits mehr als 3 Prozent verloren und damit die Verliererliste des pan-europäischen Stoxx 600 angeführt. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass das Sentiment in den nächsten Tagen starken Schwankungen unterworfen sein werde. Die neuerlich steigenden Corona-Neuinfektionszahlen würden die Gefahr weiterer Einschränkungen größer werden lassen.

Derartige Belastungsfaktoren hätten grundsätzlich das Potenzial, die Kreditausfallquoten negativ zu beeinflussen. Einmal mehr sei von Europas Bankenaufsehern die Befürchtung geäußert worden, dass auf die Banken eine Welle von Kreditausfällen zurolle. Die im dritten Quartal guten Ergebnisse vieler Institute sollten nicht zu einer trügerischen Sicherheit verführen, habe der oberste Bankenaufseher der BaFin, Exekutivdirektor Raimund Röseler gesagt. Heute würden weitere Quartalsberichte präsentiert. Unter anderem werde dies bei der Commerzbank und der Societe Generale der Fall sein.

Die Umsätze im Kassamarkt hätten sich im Rahmen der US-Wahl in sehr engen Grenzen bewegt. Mit Blick auf das näher rückende Jahresende könne davon ausgegangen werden, dass verstärkt saisonale Aspekte eine Rolle spielen würden und sich dies ebenfalls auf die Umsatzentwicklung auswirke. (05.11.2020/alc/a/a)