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Bank of Japan sorgr für Schlagzeilen


22.05.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Gestern wurden in den USA und der Eurozone die Schnellschätzungen der Einkaufsmanagerindices veröffentlicht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Umfragen hätten sich im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stärker verbessern können als vom Konsens angesetzt. In der Eurozone sei der Anstieg im Industriesektor vor allem durch einen Sprung der Outputkomponente getragen worden. Im Dienstleistungsbereich hätten sich die Analysten der Raiffeisen Bank International AG einen noch viel stärkeren Satz nach oben erhofft. Auf Länderebene seien die Verbesserungen in Deutschland nach ihrer Auffassung etwas verhalten ausgefallen. Im verarbeitenden Gewerbe habe das Ergebnis nicht an die Konsensschätzung herangereicht. Zudem lägen die Umfragewerte in Deutschland etwas überraschend unter den Indexständen in Frankreich. Allerdings dürfe man sich von den Indexniveaus ohnehin nicht blenden lassen. Diese lägen zwar klar im rezessiven Bereich, dürften aber das Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs nicht annähernd widerspiegeln.

Für Schlagzeilen habe heute am Morgen die Bank of Japan gesorgt. In einer außertourlichen Sitzung sei eine Fazilität zur Ankurbelung der Kreditvergabe an kleine Unternehmen beschlossen worden. Zudem seien die Maßnahmen, welche im Zuge der Corona-Krise beschlossen worden seien, um sechs Monate verlängert worden (auf März 2021).

Am Ratingkalender seien heute Portugal (BBB(s)) bei Fitch sowie Lettland (A3(s)) bei Moody’s vermerkt.

Am Primärmarkt sei gestern Spanien aktiv gewesen. Die Auktion von Anleihen mit Fälligkeit 2023, 2025, 2030 und 2066 habe bei einer Emissionsrendite von -0,16%, 0,053%, 0,711 und 1,691% in Summe knapp EUR 7 Mrd. in die Kassen gespült. Irland habe eine Anleihe mit Laufzeit 2020 und einem Volumen von EUR 0,75 Mrd. zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,43% begeben.
(22.05.2020/alc/a/a)