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Bank of England wird vorsichtiger


06.05.22 11:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Bank of England hat auf ihrer gestrigen Zinssitzung wie erwartet den Leitzinssatz zum 4. Mal um 0,25% auf 1,00% angehoben, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Sechs der neun stimmberechtigten Mitglieder des Zinskomitees hätten für den Schritt gestimmt, drei seien für eine Anhebung um 0,50% gewesen. Gouverneur Andrew Bailey habe sich auf der Pressekonferenz besorgt über drohende zweistellige Inflationsraten gezeigt, die Großbritanniens Wirtschaft 2023 schrumpfen lassen könnten. Die Bank of England bewege sich entlang eines schmalen Pfades zwischen "Inflationsbekämpfung und Rezession", habe Bailey (Quelle: Bloomberg) gesagt. Tatsächlich habe die britische Inflation im März 7,00% erreicht und könnte im 4. Quartal auf über 10,00% anziehen. Die Treibstoffpreise hätten im April um 54% zugelegt, wobei für Haushaltsenergie von der Regierung Obergrenzen eingezogen worden seien. Das BIP-Wachstum könnte 2022 noch gut ausfallen, aber 2023 um 0,25% schrumpfen. Alles in allem habe sich die BoE vorsichtiger präsentiert, sodass die Zinsfantasien an den Märkten zurückgeschraubt worden seien. EUR/GBP habe einen Sprung von 0,8440 auf über 0,8500 gemacht. (06.05.2022/alc/a/a)