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Bank of England weiter "on hold"


14.09.17 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Beim heutigen Treffen der Notenbankvertreter in Großbritannien rechnen wir nicht mit Änderungen bei den monetären Rahmenbedingungen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Im August hätten die Währungshüter der Bank of England zwar betont, dass die Marktteilnehmer nicht in ausreichendem Maße eine Verschärfung der Geldpolitik einpreisen würden, sollten sich die von der Notenbank unterstellten Projektionen für Konjunktur und Inflation tatsächlich einstellen. Zum damaligen Zeitpunkt seien von den Finanzmarktteilnehmern zwei Leitzinserhöhungen um 25 BP im Prognosezeitraum bis 2019 unterstellt worden. Ein "hawkisher" Zungenschlag seitens der Notenbanker sei daher auch diesmal möglich, zumal die jüngsten Konjunkturdaten per saldo leicht positiv überrascht hätten und die Inflation im August kräftig auf 2,9% gg. Vj. angezogen sei (Juli: 2,6%).

Vor diesem Hintergrund sei nicht ausgeschlossen, dass mit Chefvolkswirt Andy Haldane sogar ein drittes der neun Mitglieder des Monetary Policy Committees (MPC) für eine unmittelbare Anhebung der Bank Rate (aktuell: 0,25%) um 25 BP votiere. Die Analysten würden indes davon ausgehen, dass sich eine Mehrheit im mittlerweile wieder vollständig besetzten Gremium mit Blick auf die hohen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem "Brexit"-Prozess und des dadurch nur verhaltenen Wachstumsausblicks bis Ende 2018 weiter gegen eine Verschärfung der britischen Geldpolitik aussprechen werde. (14.09.2017/alc/a/a)