Bank of England votiert mit 7:2 für Leitzinserhöhung


03.11.17 10:26
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Großbritannien hat das Monetary Policy Committee der Bank of England auf seiner gestrigen Sitzung mit 7:2 Stimmen für die erste Leitzinserhöhung seit Juli 2007 (um 25 BP auf 0,50%) votiert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit der Zinserhöhung sei allgemein gerechnet worden. Die Analysten würden noch einen weiteren Zinserhöhungsschritt um erneut 25 BP im Mai des kommenden Jahres erwarten. Laut Notenbankchef Mark Carney müsse mit Blick auf die nächsten drei Jahre zudem mit zwei weiteren Zinserhöhungsschritten gerechnet werden, um die Inflation auf die Zielnorm von 2% zu bringen.

Aktuell würden die Währungshüter den Inflationshöhepunkt mit 3,0% im Schlussquartal des laufenden Jahres erwarten, aber auch per Schlussquartal des Jahres 2020 werde mit 2,1% noch eine leichte Verfehlung beim Inflationsziel gesehen. Beim Wirtschaftswachstum würden die Währungshüter mit einem Zuwachs von je 1,6% im laufenden sowie im kommenden Jahr kalkulieren (2019 und 2020: je 1,7%). Bei der Jahresrate der Stundenverdienste werde mit einem Anziehen von 2,25% im 4. Quartal 2017 auf 3,0% für 2018 bzw. je 3,25% für 2019 und 2020 gerechnet.

Das Britische Pfund habe sich aufgrund des "dovishen" Grundtons der Währungshüter zum Euro auf gut 0,89 GBP abgeschwächt. Mit der "Brexit"-Unsicherheit sollte nach Erachten der Analysten ab dem 2. Halbjahr 2018 wieder eine abwartende Haltung bei den Währungshütern dominierend werden. Sowohl zur Jahresmitte 2018 als auch per Ende 2019 würden die Analysten den britischen Leitzins nach einer weiteren Anhebung um 25 BP im Mai 2018 daher bei 0,75% sehen. (03.11.2017/alc/a/a)