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Bank of England unter Druck


06.10.17 10:24
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Trotz anhaltender Brexit-Unsicherheit reagiert das Britische Pfund in letzter Zeit kaum noch auf politische Aussagen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der EUR/GBP-Wechselkurs tendiere allerdings seit Anfang des Monats wieder in Richtung der Marke 0,9000. Spannend werde es nun, welche Entscheidung die Währungshüter auf ihrer nächsten Sitzung am 02. November treffen würden. Da die Verbraucherpreise (2,90 Prozent im Jahresvergleich) nun schon einige Zeit über ihrer Zielmarke lägen, sei eine Leitzinserhöhung im November sehr wahrscheinlich. Dies würde dem Pfund wieder etwas Auftrieb geben und so den weiteren Anstieg der Inflation hemmen.

Der Nebeneffekt sei, dass höhere Zinsen sich aber tendenziell negativ auf die Realwirtschaft auswirken würden. Solange aber noch keine konkreten Einigungen bezüglich dem BREXIT getroffen seien, werde es für die Bank of England schwer werden einzuschätzen, welches Zinsniveau mit der wirtschaftlichen Entwicklung verträglich sei. (06.10.2017/alc/a/a)