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Bank of England dürfte die Füße still halten


08.02.18 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach dem Zinserhöhungsschritt vom November 2017 (25 BP) dürften die britischen Währungshüter heute einstimmig für eine Beibehaltung des Leitzinsniveaus (0,50%) und ein unverändertes Anleihenportfolio stimmen, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe sich der Lohnanstieg - trotz der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt - in den letzten Jahren kaum beschleunigt, zudem würden die Unsicherheiten in Bezug auf den "Brexit"-Prozess hoch bleiben. Einige Mitglieder des geldpolitischen Entscheidungsgremiums könnten mit Blick auf die im 4. Quartal 2017 besser als erwartet ausgefallenen BIP-Zahlen, die hohe Inflation (Dezember: 3,0% gg. Vj.) und die zuletzt geringe Produktivität aber auf die Risiken perspektivisch steigender Löhne für die Teuerung verweisen und die Notwendigkeit für eine unmittelbare Anhebung der Bank Rate im Votum zum Ausdruck bringen.

Würden einzelne MPC-Mitglieder für eine unmittelbare Leitzinsanhebung stimmen, dürfte das an den Finanzmärkten "hawkish" interpretiert werden. Davon sollte das Britische Pfund profitieren. Die Gilt-Renditen, die zuletzt mit rund 1,6% bereits auf den höchsten Stand seit dem EU-Referendum im Juni 2016 angezogen seien, würden wohl weiter moderat nach Norden treiben. Da die Analysten 2018 aber nur einen Leitzinserhöhungsschritt (im Mai) erwarten und davon ausgehen würden, dass die "Brexit"-Risiken im weiteren Jahresverlauf eher zunehmen würden, würden sie den 10-jährigen Zins per Jahresende 2018 lediglich bei 1,30% sehen. (08.02.2018/alc/a/a)