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Bank of England: Tonfall deutet auf die erste und zunächst auch letzte Zinserhöhung hin


03.11.17 11:08
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - Auch wenn dies nicht explizit kommuniziert werden wird, deutet der Tonfall nach der Zinserhöhung am 02.11. implizit darauf hin, dass es sich hierbei um die erste und zunächst auch letzte Erhöhung der Bank of England handeln könnte, so Timothy Graf, Leiter des State Street Global Markets macro strategy teams in EMEA.

In dem Wissen, dass das Wachstumspotenzial Großbritanniens infolge des Brexits vermutlich sinken werde, habe die britische Notenbank ihre gestrige Entscheidung mit der anhaltend über der Zielrate liegenden Inflation begründet. Sobald die Wirkung der Abwertung des Britischen Pfunds die Inflationsberechnungen jedoch nicht mehr beeinflusse, würden die immer noch schwachen Wachstums- und Produktionsraten nur wenig Anlass für einen länger anhaltenden Straffungszyklus geben. Vor der gestrigen Entscheidung hätten die Marktteilnehmer für die nächsten zwei Jahre eine ähnliche Leitzinsentwicklung eingepreist wie die der Federal Reserve. Diese Erwartungen dürften nun hinterfragt werden, weshalb mit einer Abschwächung des Britischen Pfunds nach dieser wohl einmaligen Zinserhöhung zu rechnen sei. (Ausgabe vom 02.11.2017) (03.11.2017/alc/a/a)