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Bank of Canada dürfte Füße still halten


05.09.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach der Leitzinsanhebung vom Juli - der insgesamt vierten seit Juli 2017 - wird die kanadische Notenbank heute kaum ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zwar würden die Währungshüter grundsätzlich die Notwendigkeit für ein höheres Leitzinsniveau sehen, hätten dafür jedoch einen graduellen Prozess angedacht. Den jüngsten Anstieg der Inflation auf 3,0% gg. Vj. im Juli (Juni: 2,5%) und damit an das obere Ende der Zielspannbreite (1-3%) habe Notenbankchef Poloz zuletzt hauptsächlich von vorübergehenden Effekten getrieben gesehen. Zudem drohe die BIP-Dynamik im laufenden Jahr - auch mit Blick auf die schwierigen NAFTA-Verhandlungen - deutlich geringer auszufallen als noch 2017. Per saldo würden die Analysten bis Ende 2019 nur mit einer weiteren Anhebung der "Overnight Rate" um 25 BP rechnen.

Allgemein werde heute nicht mit einem weiteren Zinsschritt durch die Bank of Canada gerechnet. Etwaige Signale für eine erneute zeitnahe Verschärfung der Geldpolitik dürften demnach dem Kanadischen Dollar zugutekommen. (05.09.2018/alc/a/a)