BNP Nachkaufanleihe: Der Autopilot für den EURO STOXX 50 - Anleihenanalyse


10.06.21 09:00
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Thorsten Welgen vom "ZertifikateReport" stellt in seiner aktuellen Ausgabe eine Nachkaufanleihe der BNP Paribas auf den EURO STOXX 50-Index vor.

Wer grundsätzlich über einen Einstieg in den europäischen Aktienmarkt nachdenke, aber angesichts der aktuellen Indexhöchststände ein mulmiges Gefühl dabei habe, den gesamten Betrag auf einen Schlag zu investieren, und stattdessen lieber etwas Kapital zurückbehalte, um in einer Korrekturphase noch einmal mal nachzulegen, könne sich mit der Nachkaufanleihe der BNP Paribas auf den EURO STOXX 50 das Leben leichter machen.

Die BNP Nachkaufanleihe könne noch bis zum 21.06.2021 ohne Ausgabeaufschlag zum Emissionspreis von 1.000 Euro gezeichnet werden. Mit dem EURO STOXX 50-Schlussstand dieses Tags würden die Konditionen festgelegt (Fixing); zu diesem Stand erfolge eine erste Investition von 50 Prozent des Kapitals in den Index. Die andere Hälfte werde als Cash-Komponente mitgeführt und verzinst, wobei der feste Zinssatz 4,1 Prozent p.a. betrage.

Die Zinszahlungen würden jährlich nachträglich erfolgen, erstmals am 28.06.2022. Der exakte Zinsbetrag sei nun davon abhängig, wie hoch die Investitionsquote der Anleihe sei: Denn liege der Indexschlussstand an einem beliebigen Handelstag mindestens 10 Prozent unter dem anfänglichen Fixing, dann bewirke der Nachkaufmechanismus, dass weitere 125 Euro aus der Cash-Komponente in den Index investiert würden. Damit steige die Investitionsquote auf 62,5 Prozent, der Cash-Bestandteil sinke auf 37,5 Prozent. Dies könne sich noch maximal dreimal wiederholen, nämlich dann, wenn der Index per Börsenschluss die Marken von 80, 70 und 60 Prozent des anfänglichen Fixings erreiche oder unterschreite. Zwei Beispiele: In einem Bullenmarkt, der zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent gegenüber dem Startwert verliere, seien Anleger über fünf Jahre lang mit der Hälfte des Kapitals investiert (und würden eine Verzinsung für die andere Hälfte erhalten). In einem Crash-Szenario dagegen kaufe die Anleihe viermal nach und reduziere somit das durchschnittliche Einstandskursniveau.

Am finalen Bewertungstag (22.06.2026) werde der Rückzahlungsbetrag des Zertifikats ermittelt und per Fälligkeit (29.06.2026) an die Anleger ausgezahlt. Er setze sich zusammen aus der Wertentwicklung der investierten Kapitalanteile (mindestens 50, höchstens 100 Prozent), der verzinslichen Cash-Komponente (höchstens 50 Prozent) und natürlich einer etwaigen letzten Zinszahlung.

Moderat optimistische Anleger, die einen Teil Ihres Kapitals investieren und vor allem aber in etwaigen Schwächephasen zum Nachkaufen nutzen möchten, würden mit der BNP Nachkaufanleihe nicht nur die automatisierte Strategie, sondern auch die deutlich bessere Verzinsung als beim Aufbau der Position mit Indexzertifikaten und Kontoguthaben erhalten. (10.06.2021/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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