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Auswirkungen der fünften Welle noch unklar - Die Anleiherenditen sollten zunächst etwas profitieren


04.01.22 08:55
ALTE LEIPZIGER Trust

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Für die Volkswirtschaften stellen die sich gerade aufbauende fünfte Welle und weitere nicht auszuschließende Lockdowns eine abermalige Belastung dar, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust in ihrem aktuellen "INVEST-REPORT".

Eine stärkere Wachstumserholung könnte sich damit erneut zeitlich nach hinten verschieben, wodurch die Wachstumserwartungen für 2022 entsprechend zurückgenommen werden könnten. Die Lieferketten würden gestresst bleiben. Sofern sich aber die wirtschaftliche Erholung mit einer schwächeren Dynamik über einen längeren Zeitraum strecke, seien das gute Nachrichten für die Inflation und die Finanzmärkte. Die bestehenden Flaschenhälse auf den Güter- und Arbeitsmärkten würden etwas weiter, was zu einem geringen Preisdruck beitragen könnte. Damit könnten die Notenbanken die anstehende geldpolitische Straffung verhaltener angehen.

Die Anleiherenditen sollten von dem beschriebenen Umfeld zunächst etwas profitieren können. Mittelfristig bleibe aber die Herausforderung bestehen, dass eine - wenn auch langsame - Normalisierung der Geldpolitik anstehe. Die Aktienmärkte würden zunächst volatil bleiben. Je nach Nachrichtenlage dürfte sich verhalten gute mit gedrückter Stimmung abwechseln. Ein erneuter Stillstand der Weltwirtschaft durch Corona sei allerdings inzwischen sehr unwahrscheinlich. Deshalb würden die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust aus heutiger Sicht der Dinge keine kräftige Korrektur an den Aktienmärkten erwarten. Im Verlag des gerade begonnenen neuen Jahres sollten sich die positiven Unternehmenszahlen durchsetzen. Engagements an den Aktienmärkten würden aufgrund der weiter historisch niedrigen Zinsen auf mittlere und langfristige Sicht alternativlos und damit die erste Wahl bleiben.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Pandemie von Welle zu Welle die Wirtschaft weniger beeinträchtige als zuvor. Zudem habe die Welt ihre Möglichkeiten ausgeweitet, Impfstoffe zu entwickeln, anzupassen und zu produzieren. Spätestens im Frühjahr 2022 könnte es gelingen, die Pandemie in großen Teilen der Welt so in den Griff zu bekommen, dass sie nicht mehr den Ausblick für Wirtschaft und Märkte präge. Deshalb überwiege beim Blick auf 2022 insgesamt die Zuversicht. (Ausgabe Januar 2022) (04.01.2022/alc/a/a)