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Aussicht auf unterstützende Geldpolitik rechtfertigt Exposure in Credits der Industrieländer


06.10.20 11:30
NN Investment Partners

Den Haag (www.anleihencheck.de) - Angesichts der beträchtlichen Risiken für die Wachstumsaussichten in den USA und Europa werden die Zentralbanken laut NN Investment Partners (NN IP) wahrscheinlich zunehmend besorgt sein über das Erreichen ihrer mittelfristigen Inflationsziele, so die Experten von NN IP.

Die Investmentexperten würden jedoch erwarten, dass die EZB bis zum Jahresende die Stimulierungsmaßnahmen verstärken und die FED ihre gemäßigte Rhetorik verstärken werde, insbesondere mit ihrem neuen Inflationsziel von durchschnittlich 2%.

Fouad Mehadi, Senior Investment Strategist Fixed Income, NN IP, kommentiere: "Unser "Big-Data-Score" für die geldpolitische Stimmungslage hat sich in den letzten Monaten verschlechtert. Die öffentliche Wahrnehmung der geldpolitischen Unterstützung in den USA und der Eurozone ist auf das Niveau von vor März gesunken."

"Mehr Anreize durch die EZB in Form eines Anstiegs der Asset-Käufe würden die europäischen Investment-Grade-Credits unterstützen und eine signifikante Spread-Ausweitung begrenzen. Die Fed wird wahrscheinlich bestimmte Notfall-Liquiditätsmaßnahmen aufrechterhalten und könnte zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre derzeitigen Asset-Käufe als Teil ihrer Geldpolitik formalisieren. Trotz der veröffentlichten Stimmungsdaten sind wir der Meinung, dass die Aussichten auf eine fortgesetzte geldpolitische Unterstützung ein gewisses anhaltendes Engagement in Credits der Industrieländer rechtfertigen." (06.10.2020/alc/a/a)