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Aussicht auf Zinserhöhung treibt kurzfristige US-Renditen


07.12.17 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Renditen für kurzlaufende US-Staatsschuldtitel sind zuletzt deutlich angesprungen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Seit September hätten z.B. die 2-jährigen Benchmarkanleihen ca. 50 BP zugelegt und zuletzt um 1,80% notiert. Auslöser der jüngsten Renditeanstiege sei die Überzeugung der Marktteilnehmer, dass die US-Notenbank auf der nächsten Sitzung des Offenmarktkomitees der FED (FOMC) im Dezember - wie auch von den Analysten erwartet - eine Zinserhöhung um 0,25% beschließen werde. Darauf hätten zuletzt die Aussagen mehrerer Mitglieder des FOMC hingewiesen. Gleichzeitig würden die langfristigen Inflationserwartungen trotz guter Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten auf niedrigem Niveau verharren, sodass die Renditen für 10-jährige Anleihen seit Jahresbeginn 2017 kaum zugelegt hätten. In Folge dessen sei eine zunehmende Konvergenz der Renditen für die lange und die kurze Frist zu beobachten.

Die Konvergenz der Zinssätze zwischen kurz- und langlaufenden US-Staatsanleihen habe zu einer starken Abflachung der Zinsstrukturkurve geführt. Mit großer Spannung würden daher die Inflationsprognosen der Notenbank auf der anstehenden Dezember-Sitzung beobachtet werden. Eine zügige Umsetzung der Steuerreform könnte die Inflationserwartungen und damit die langfristigen Renditen ebenfalls ansteigen lassen. (07.12.2017/alc/a/a)