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Ausblick für Lokalwährungsanleihen bleibt währungsdeterminiert


05.04.18 11:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In CEE bevorzugen wir CZGBs aufgrund der nun wieder intakten CZK (Tschechische Krone)-Aufwertungsgeschichte gegenüber EUR, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

CZK-Staatsanleihen könnten daher als Vehikel genutzt werden, um die konstruktive CZK-Sicht der Analysten bei einer derzeit auf der schwächeren Seite tendierenden Währung zum Ausdruck zu bringen. In Kombination mit den ausreichend weit erscheinenden Spreads zu den wichtigsten Eurozonen-Benchmarks scheinen sich auf unserem Horizont Ende Juni währungsgetriebene Kursgewinne abzuzeichnen, so die Analysten der RBI. Mit Blick in die fernere Zukunft sollte sich die schrittweise CZK-Aufwertung ggü. EUR fortsetzen und damit zwei weitere Zinserhöhungen erforderlich machen. Die anhaltenden fiskalischen und politischen Risiken in Rumänien dürften zusammen mit der Fortsetzung der Zinserhöhungen den Aufwärtsdruck auf die ROMGBs aufrechterhalten.

Die Analysten würden nach wie vor drei weitere 25-BP-Anhebungen erwarten, wenn auch früher als zuvor angenommen. Darüber hinaus sei eine gewisse Verknappung der Überschussliquidität zu erwarten, die besonders kurzfristigen ROMGBs schaden könnte. Die andere untergewichtete Position der Analysten sei Russland, wo die Erwartungen des laufenden Zinssenkungszyklus in den aktuellen Marktpreisen ausreichend eingepreist sein dürften. Die Aussichten für EUR-basierte Anleger scheinen angesichts unserer bullenhaften Einschätzung zu EUR ggü. USD besonders eingetrübt, so die Analysten der RBI. Die damit verbundene erwartete RUB (Russischer Rubel)-Abwertung ggü. EUR dürfte potenzielle Carry-Zugewinne beeinträchtigen.

Auf dem anderen Hochzinsmarkt würden sich TURKGB-Renditen und USD/TRY (Türkische Lira) derzeit nahe Allzeithöchstständen befinden, was einige Anleger zurücklocken könnten. Dies würde eine kurzfristige spekulative Übergewichtung türkischer Staatspapiere rechtfertigen. Wie in Russland würden jedoch längerfristige Währungsrisiken für einen beträchtlich eingetrübten Ausblick sorgen. (Ausgabe Q2/2018) (05.04.2018/alc/a/a)