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Ausblick 2018: Schwellenländer-Anleihenmärkte am Beginn einer Hausse


05.12.17 14:28
Lazard Asset Management

Delaware (www.anleihencheck.de) - Die Aussichten sind gut für Schwellenländer-Anleihenmärkte in 2018, so Denise Simon, Portfoliomanagerin für Schwellenländer-Anleihen bei Lazard Asset Management.

Im Schwellenländer-Anleihensegment hätten die vergangenen zwei Jahren im Zeichen der Erholung gestanden - mit starken Zuwächsen sowohl absolut als auch gegenüber anderen Anlageklassen im Rentenuniversum. Damit habe die Anlageklasse die vergangene, von steigenden Spreads und erheblichen Währungsabwertungen gekennzeichnete Baisse in den Augen der Experten nun überwunden.

Die Experten von Lazard Asset Management sehen den Markt für Schwellenländer-Anleihen weiter am Beginn einer Hausse, die von sich verbessernden Fundamentaldaten und einem weltweit günstigen Konjunkturtrend getragen werde. So sollten die Schwellenländer ihr Wachstum 2018 fortsetzen können, und zwar sowohl absolut als auch im Vergleich zu den Industriestaaten. Dass sich viele Frühindikatoren für die Schwellenländer und Industriestaaten in der Nähe ihrer jüngsten Hochs bewegen und weiter aufwärts tendieren würden, bestärke die Experten noch in ihrer Überzeugung. Trotz des erstarkenden Wachstums sei die Inflation in den Schwellenländern gesunken und habe diversen Zentralbanken etwa in Brasilien und Russland eine expansive Politik ermöglicht.

Wichtig sei dabei auch die Rolle der attraktiven Bewertungen, die ebenfalls zur Verbesserung der Fundamentaldaten beigetragen hätten. Die Experten von Lazard Asset Management halten die Bewertungen im Markt für Schwellenländer-Anleihen generell für attraktiv, besonders in lokalen Währungen. Letztere hätten sich zuletzt überdurchschnittlich entwickelt, was eher der USD-Schwäche als einem Bewertungsanstieg geschuldet gewesen sei. Die realen effektiven Wechselkurse würden unter ihren langfristigen Durchschnitten bleiben und seien attraktiver, weil sich die Inflationsraten der Schwellenländer und der entwickelten Märkte aufeinander zubewegen würden. Einige Länder mögen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die Mehrzahl aber steht solider da als noch vor einigen Jahren, so die Experten von Lazard Asset Management.

Die größten Risiken des Jahres 2018 sähen die Experten außerhalb der Schwellenländer - so etwa in einer womöglich enttäuschenden globalen Konjunkturentwicklung und potenziellen Fehlentscheidungen durch Zentralbanken in den Industrienationen. (05.12.2017/alc/a/a)