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Auftritt Spaniens am Primärmarkt - Risikoaufschlag spanischer Staatsanleihen merklich zugelegt


06.10.17 09:51
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der heutige US-Arbeitsmarktbericht wird ganz im Zeichen der Wirbelstürme Harvey und Irma stehen, welche im September Teile Texas und Floridas verwüstet haben, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Es sei schwer abzuschätzen, wie stark die Auswirkungen auf die Beschäftigung seien. Der Wochenschnitt der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe habe sich im September auf 268 Tsd. von 237 Tsd. im August erhöht. Auf Basis von historischen Erfahrungen (Hurrikan Katrina und Rita im September 2005) setzen die Analysten der RBI für die Beschäftigung ein Plus von 40 Tsd. an. Bei der Arbeitslosenquote würden sie einen Anstieg auf 4,6% erwarten. Die Entwicklung der Stundenlöhne dürfte am wenigsten negativ beeinflusst worden sein (Zunahme von 0,3% p.m. erwartet). Am Ratingkalender seien heute Frankreich (S&P) und Italien (Moody's) vermerkt.

Am Primärmarkt sei gestern der Auftritt Spaniens mit Spannung erwartet worden. Seit Wochenbeginn habe aufgrund der politischen Turbulenzen der Risikoaufschlag spanischer Staatsanleihen merklich zugelegt. Die Emissionen (Gesamtvolumen rund EUR 4,6 Mrd.) der Papiere mit Laufzeit 2022, 2029 sowie inflationsindexiert 2024 seien mit 2,1-, 2,5- und 3,2fach stark gezeichnet gewesen (Emissionsrendite: 0,53%, 1,87% und -0,05%).

Am Sekundärmarkt habe das beruhigende Ergebnis zu einer deutlichen Einengung des Spreads geführt. Des Weiteren habe gestern Frankreich ein Volumen von insgesamt rund EUR 8,5 Mrd. via Anleihen mit Fälligkeit 2025, 2028 und 2048 zu einer Rendite von 0,46%, 0,88% und 1,82% platziert. Die Bid/Cover-Ratio habe zwischen 1,8 und 2,0 gelegen. (06.10.2017/alc/a/a)