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Anleiherenditen belasten Aktienkurse - Droht eine Korrektur?


17.02.21 11:45
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Reflation treibt die Anleiherenditen in die Höhe, so die Experten von XTB.

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei in Asien bis auf 1,3330% gestiegen, den höchsten Stand seit Februar 2020. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) werde seit Januar ausverkauft, da die hohe Kreditaufnahme der US-Regierung eingepreist werde. Der T-Note-Future setze heute den Rückgang bis auf 135,66 Punkte fort und stoße dabei auf die untere Grenze des fallenden Trendkanals. Die jüngste Entwicklung habe am Dienstag an der Wall Street für eine gemischte Sitzung gesorgt, wobei der Future für den S&P 500 im D1-Chart ein Bearish-Engulfing ausgebildete habe. Könnte der Aktienmarkt vor einer Korrektur, also einem Rückgang von 10% oder mehr, stehen?

EUR/USD falle am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit einer Woche, da der Dollar von den steigenden Renditen profitiere. Am Dienstag habe das Paar bereits unter der 1,21er-Marke geschlossen. Der Kurs sei zurückgeworfen worden, nachdem der Ausbruch über den wichtigsten Widerstand der letzten Handelstage bei 1,2140 fehlgeschlagen habe. Mit dem zunehmenden Verkaufsdruck könnte der EMA50 den EMA100 im H1-Chart von oben nach unten schneiden und die Umkehr des kurzfristigen Trends bestätigen. Es gebe keine Anzeichen auf eine Erholung, sodass eine Annäherung an das Jahrstief bei 1,1952 anstehen könnte.

Der DE30 sei am Mittwoch im vorbörslichen Handel von der Marke von 14.000 Punkten abgeprallt, habe das bärische Gap von der asiatischen Sitzung schließen und zurück zur unteren Grenze der Range (14.065 bis 14.150 Punkte) klettern können, in der sich der Index in dieser Woche überwiegend aufgehalten habe. Der Bereich stimme im H1-Chart außerdem mit dem EMA50 und dem EMA100 überein, sodass das Verhalten bei der europäischen Eröffnung für die kommenden Handelstage entscheidend sein könnte. (17.02.2021/alc/a/a)