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Anleiherenditen in den USA seitwärts, jene in der Eurozone leicht nachgegeben


15.09.20 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Laut gestriger Veröffentlichung hat sich die Industrieproduktion der Eurozone im Juli weiter von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt, allerdings mit 4,1% im Vergleich zum Vormonat (9,5%) mit einem geringeren Tempo, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Im Vorjahresvergleich habe die Produktion im Juli immer noch um 7,7% tiefer gelegen. Heute stünden in der Eurozone die ZEW-Umfragen für Deutschland und die Eurozone am Datenkalender. Diese dürften eine Aufhellung der aktuellen Lage und eine weitgehend unveränderte Beurteilung der Zukunftsaussichten ausweisen.

In den USA stünden die Industrieproduktion für den Monat August sowie mit dem Empire State Index ein erster Stimmungsindikator für den Monat September am Datenkalender. Im Industriesektor werde eine weitere Abkühlung der Erholungsdynamik erwartet, obwohl das Produktionsniveau im Juli noch 8,4% unter dem Vorkrisenniveau gelegen habe. Nichtsdestotrotz würden Umfragen auf eine zwar weiterhin optimistische, aber dennoch etwas gedämpfte Stimmung hinweisen. Der Empire State Index sei im August von 17,2 auf 3,7 gesunken und werde auch im September auf einem ähnlichen Niveau erwartet. Der Marktfokus sei aber auf das heute beginnende FOMC-Treffen der amerikanischen FED gerichtet.

Die Anleiherenditen in den USA würden seitwärts tendieren, jene in der Eurozone hätten leicht nachgegeben und der USD sei auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen gefallen. Auf der schwachen Seite notiere auch das Pfund, nachdem das britische Unterhaus gestern für ein Binnenmarktgesetzt gestimmt habe, mit dem Teile des Brexit-Vertrags geändert werden sollten. Das Gesetz müsse noch das Oberhaus passieren.

Am Primärmarkt emittiere heute Deutschland Anleihen mit Laufzeiten bis 2027 und 2048 und einem Gesamtvolumen von ca. 5,5 Mrd. EUR. (15.09.2020/alc/a/a)