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Anleihen: Anleger nicht mehr ganz so pessimistisch wie noch im Sommer


07.11.19 08:45
Eurizon Asset Management

Luxembourg (www.anleihencheck.de) - Die interessantesten Anzeichen kommen von den Anleihemärkten, so die Experten von Eurizon Asset Management.

Die wieder leicht positive US-Zinskurve und der Zinsanstieg für Bundesanleihen würden zeigen, dass die Anleger bei Anleihen nicht mehr ganz so pessimistisch seien wie noch im Sommer. Dem gegenüber stünden die Börsenkurse. Sie würden wahrscheinlich eindeutige Signale für eine Konjunkturerholung benötigen, um wieder deutlich steigende Kurse zu verzeichnen. In den kommenden Monaten werde es daher besonders wichtig sein, dass die schwache Entwicklung im Industriesektor unterbrochen werde, damit die Auswirkungen auf den Rest der Wirtschaft sich nicht noch weiter verschärfen würden. Weitere Themen, auf die die Anleger ihre Aufmerksamkeit richten würden, seien die Kommunikationskultur der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die Bewertung der Haushaltsgesetze für 2020 durch die Europäische Kommission.

Aktien: Weiter positive Beurteilung. Die Aussichten für eine Einigung im Handelskrieg zwischen den USA und China und der Rückgang der Befürchtungen vor einer globalen Rezession kämen Märkten wie Japan zugute, für das die Präferenz angehoben werde. Es gelte die folgende neue Präferenz: (1) USA und Japan, (2) Europa, Schwellenländer, (3) Pazifik ohne Japan.

Staatsanleihen: Neutrale Beurteilung für die USA, negative Beurteilung für Deutschland und die "Quasi-Core-Staaten". Die Duration von US-Anleihen werde weiterhin mit neutral beurteilt. Die Duration von Bundesanleihen und Quasi-Cores der Eurozone werde weiterhin mit negativ beurteilt.

Währungen: Positive Beurteilung für Yen, Britisches Pfund und die Währungen von Schwellenländern. Die positive Beurteilung für Yen und Britisches Pfund werde bestätigt. Diese Beurteilung gelte fortan auch für die Währungen von Schwellenländern. (Ausgabe vom 06.11.2019) (07.11.2019/alc/a/a)