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Anleihekaufprogramme: Markt wartet auf neue Impulse seitens der Zentralbanken


07.09.21 10:04
Berenberg

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Viele Aktienregionen sind jüngst weiter nach oben geschlichen, dank positiver Gewinnrevisionen, andauernder Zuflüsse und Aktienrückkaufprogrammen, so Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, in der aktuellen Ausgabe von "Berenberg Märkte-Monitor".

Der S&P 500 habe sein 54. Allzeithoch dieses Jahr markiert. Nachzügler wie US-Small-Caps und japanische Aktien hätten sich überdurchschnittlich entwickelt, unterstützt durch Short Covering und wieder erstarkenden Konjunkturoptimismus. Die Anleiherenditen hätten sich zuletzt seitwärts bewegt, trotz weiterhin hohen Inflationszahlen. Der Markt warte auf neue Impulse seitens der Zentralbanken hinsichtlich der Drosselung der Anleihekaufprogramme. Diese dürfte es bei den im September anstehenden Zentralbanksitzungen geben. Dass viele Anleger nervös seien und sich absichern würden, sehe man an der weiter erhöhten impliziten Volatilität - der VIX habe dieses Jahr nie unter 15 geschlossen - und der hohen Differenz zwischen Absicherungs- und Aufwärtspartizipationskosten. Jedoch hätten systematische Anleger wie Trendfolgestrategien weiter Aktien gekauft, sodass der Markt insgesamt leicht anfälliger geworden sei.

Heute seien die US-Börsen infolge des Labour Day geschlossen. Nach den jüngst wieder vermehrt falkenhafteren Tönen einiger EZB-Mitglieder dürfte die EZB-Sitzung am 9. September mehr Klarheit über die zukünftige Geldpolitik in der Eurozone schaffen. Politisch werde es am 10./11. September auf der Euro-Gruppe-Sitzung sowie bei den Unterhaus-Wahlen in Russland am 19. September spannend. Diesen Dienstag würden die ZEW-Konjunkturerwartungen (Sep.) sowie die Industrieproduktionsdaten (Jul.) für Deutschland veröffentlicht. Am Donnerstag würden die Inflationsdaten (Aug.) für China, die Exporte (Jul.) von Deutschland sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA folgen. Die Industrieproduktionsdaten (Jul.) für Großbritannien, Frankreich und Italien sowie die Erzeugerpreise (Aug.) für die USA würden am Freitag bekannt gegeben. In der Folgewoche würden die Inflationsdaten, das Verbrauchervertrauen, die Einzelhandelsumsätze sowie die Industrieproduktionsdaten der USA für August publiziert. (Ausgabe vom 06.09.2021) (07.09.2021/alc/a/a)