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Mit Amtsantritt startet das Anleihenankaufprogramm der EZB wieder


08.11.19 13:00
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Christine Legarde trat ihren Posten als EZB-Präsidentin am letzten Freitag an, so die Börse Stuttgart.

Gleichzeitig mit ihrem Amtsantritt beginne die EZB mit einem neuen Ankaufprogramm für Anleihen. Im letzten Dezember sei das Ankaufprogramm für Anleihen von der EZB ausgesetzt worden. Wobei zu erwähnen sei, dass fällige Tilgungsbeträge aus Anleihen für den Kauf von neuen Anleihen verwendet worden seien. In der Spitze habe die EZB monatlich Anleihen im Gegenwert bis zu 80 Milliarden Euro erworben. Bei dem neu aufgelegten Programm könne die EZB bis zu 20 Milliarden Euro Nettoankäufe tätigen. Innerhalb des EZB-Rates sei die Entscheidung der Wiederaufnahme des Ankaufsprogramm sehr umstritten gewesen, wie aus Protokollen hervorgehe. Einige Ratsmitglieder seien der Meinung, dass bei dem gegenwärtigen Zinsniveau und dem konjunkturellen Umfeld die Wirkung einer Zunahme der Nettoankäufe verpuffe. Andere EZB-Ratsmitglieder seien der Meinung, dass die EZB den Spielraum habe, die günstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund der gegenwärtig gegebenen Preisstabilität auszunutzen, nachdem die Inflationsrate in der Euro Zone im September 2019 nur noch bei 0,8 Prozent liege. (Bonds Weekly Ausgabe 45 vom 08.11.2019) (08.11.2019/alc/a/a)