Erweiterte Funktionen

Alle Augen auf FED-Zinsentscheidung gerichtet


15.09.17 11:50
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nachdem die FED auf ihrer Juni-Sitzung den US-Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,00 bis 1,25% angehoben hatte, wurden im Rahmen der Juli-Sitzung erwartungsgemäß keine maßgeblichen Entscheidungen getroffen, so die Analysten von Postbank Research.

Zudem habe FED-Präsidentin Janet Yellen auf der internationalen Notenbankkonferenz in Jackson Hole Ende August die Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen, neue Signale zum zukünftigen geldpolitischen Kurs der FED auszusenden. Alle Augen würden sich damit auf die in der Berichtswoche anstehende FOMC-Zinsentscheidung (Mi., 20.09., 20:00 Uhr) richten.

Zuletzt hätten sich die Anzeichen gemehrt, dass angesichts eines soliden Konjunkturbilds in den USA sowie Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt insbesondere der nach wie vor sehr verhaltene Lohndruck und die in den vergangenen Monaten deutlich hinter den Erwartungen
zurückgebliebene Inflationsdynamik den Währungshütern Sorgen bereiten würden. Der jüngste, nicht zuletzt temporären Effekten geschuldete Anstieg der Inflationsrate dürfte die FOMC-Mitglieder dabei kaum zu einer schnelleren geldpolitischen Straffung verleiten. Gleichwohl würden die jüngeren Entwicklungen aus Sicht der Analysten von Postbank Research aber nicht gegen eine Beibehaltung des bisherigen Kurses sprechen. Sie würden weiterhin davon ausgehen, dass das FOMC auf seiner September-Sitzung den Beginn des avisierten Prozesses zur Verkürzung der Bilanzsumme beschließen und diesen ab Oktober umsetzen werde. Im Dezember sollte ein weiterer Zinsschritt um 25 Basispunkte folgen, so dass sie die Fed Funds Target Rate bis Ende des Jahres bei 1,25 bis 1,50% erwarten würden. (15.09.2017/alc/a/a)