Aktienanleihen auf Infineon: Unternehmen gelingt sichere Verschlüsselung gegen Quantencomputer


01.06.17 11:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Infineon eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die Infineon Technologies AG sei ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen. Das Unternehmen sei mit seinem Produktportfolio in nahezu allen Bereichen des modernen Lebens, das in großen Teilen auf Elektronik basiere, vertreten. Angeboten würden Halbleiter- und Systemlösungen für Automotive-, Industrieelektronik, Chipkarten- und Sicherheitsanwendungen. Das Unternehmen beschäftige weltweit mehr als 36.000 Mitarbeiter und habe im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro erzielt (Quelle: Infineon.com).

Infineon sei es gelungen, einen Verschlüsselungs-Algorithmus, der auch vor künftigen Quantencomputern sicher sein solle, auf einem kontaktlosen Sicherheitschip unterzubringen. Die Technologie könne in vielen Fällen auch auf bestehenden Chips per Software-Upgrade nachgerüstet werden, habe Thomas Pöppelmann von Infineon der dpa gesagt. Zum Beispiel in Personalausweisen oder Bankkarten würden solche kontaktlosen Sicherheitschips eingesetzt.

So genannte Quantencomputer könnten aufgrund ihrer Rechenleistung verschiedene aktuell verwendete Verschlüsselungsalgorithmen knacken. Als führender Anbieter von Sicherheitslösungen bereite die Infineon Technologies AG den reibungslosen Übergang von heutigen Sicherheitsprotokollen auf die Post-Quantum-Kryptographie (Post-Quantum Cryptography; PQC) vor. Mit dieser Innovation sichere sich Infineon die Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Verschlüsselung, die der Leistung von Quantencomputern standhalte.

Angriffe auf heutige Verschlüsselungsmechanismen mithilfe von Quantencomputern könnten innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre Realität sein. Sobald verfügbar, könnten Quantencomputer bestimmte Berechnungen wesentlich schneller als heutige Computer lösen.

Quantencomputer würden sich durch die Eigenschaft auszeichnen, Berechnungen zeitgleich und um ein vielfaches schneller durchführen zu können. Damit könnten Quantencomputer Probleme lösen, die mit aktuell verfügbarer Rechenleistung nicht zu bewältigen wären. Quantencomputer seien damit auch in der Lage neue Möglichkeiten für das Durchsuchen von großen Datenbanken zu finden oder chemische oder physikalische Simulationen durchzuführen. Letztlich genau wegen dieser hohen Rechenleistung würden sie jedoch auch eine Gefahr für gängige Verschlüsselungsalgorithmen darstellen, die mit derzeit verfügbaren Technologien fast nicht zu entschlüsseln seien.

Aktuell notiere die Infineon-Aktie bei EUR 19,78 (Stand 31.05.2017). Von Bloomberg befragte Analysten würden das 12-Monats-Kursziel für Infineon auf EUR 19,97 setzen. 19 Analysten setzen die Infineon-Aktie auf "buy", zehn auf "hold" und vier auf "sell", so die Bank Vontobel Europe AG. Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Aktienanleihe auf die Aktie von Infineon. Der Kupon p.a. belaufe sich auf 8,00%. Der Basispreis betrage EUR 18,00. Die max. Rendite liege bei 5,37. Die Laufzeit ende am 16.03.2018. Der aktuelle Briefkurs betrage 100,84%. (Stand vom 01.06.2017)

Interessant sei zudem eine Aktienanleihe (ISIN DE000VL1N6R2 / WKN VL1N6R) auf die Aktie von Infineon. Der Kupon p.a. belaufe sich auf 8,00%. Der Basispreis betrage EUR 18,50. Die max. Rendite liege bei 7,31. Die Laufzeit ende am 15.06.2018. Der aktuelle Briefkurs betrage 100,57%. (Stand vom 01.06.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handele. Sofern beim Anleger Erwerbskosten (z.B. Ausgabeaufschläge, Transaktionskosten wie Ordergebühren) oder laufende Kosten (z.B. Depot- und andere Verwahrungsgebühren) anfallen würden, würden diese die Bruttorendite reduzieren. Wie stark diese Erwerbs- und laufende Kosten ins Gewicht fallen würden, hänge unter anderem von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Werde das Geschäft beispielsweise zwischen dem Anleger und der Bank / Sparkasse zu einem festen oder bestimmbaren Preis vereinbart (Festpreisgeschäft), so umfasse dieser Preis alle Erwerbskosten und enthalte üblicherweise einen Erlös für die Bank / Sparkasse. Andernfalls werde das Geschäft im Namen der Bank / Sparkasse mit einem Dritten für Rechnung des Anlegers abgeschlossen (Kommissionsgeschäft). Die Kosten hierfür würden bis zu 1% betragen, mindestens jedoch bis zu EUR 50, und könnten außerdem zusätzlich fremde Kosten und Auslagen (z.B. Handelsplatzentgelte) umfassen. Außerdem könnten im Zusammenhang mit der Verwahrung des Produkts im Anlegerdepot für den Anleger die mit der verwahrenden Bank / Sparkasse vereinbarten Kosten anfallen (Depotentgelt), die die Wertentwicklung zusätzlich mindern würden.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs könne sich immer auch anders entwickeln, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (01.06.2017/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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