Aktienanleihe Protect 5,75% auf Merck: Positiver Pipeline-Newsflow erwartet - Anleiheanalyse


08.01.18 09:31
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Salesteam stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Merck (ISIN: DE0006599905, WKN: 659990, Ticker-Symbol: MRK, Nasdaq OTC-Symbol: MKGAF) eine Aktienanleihe Protect mit dem Basiswert Merck vor.

Die Merck KGaA sei als Pharma- und Spezialchemiekonzern in den drei Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Aus Sicht der Analysten spiegle sich das hohe Umsatzpotenzial in der Pharma-Pipeline noch nicht in den Gewinnschätzungen wider.

Das Kerngeschäft der Merck KGaA (Merck) unterteile sich in die drei Bereiche Healthcare (rezeptpflichtige Arzneimittel und rezeptfreie Produkte), Life Science (Labormaterialien, Technologien und Dienstleistungen für Forschung und Biotech-Produktion) und Performance Materials (Spezialchemikalien u.a. für Einsatz in der Unterhaltungselektronik, Beleuchtung, Lack- und Kunststoffindustrie und Kosmetik). 46% des Konzernumsatzes habe Merck im dritten Quartal 2017 im Bereich Healthcare erwirtschaftet, 38% im Bereich Life Science und 16% habe der Bereich Performance Materials beigesteuert.

Mit 3,7 Mrd. Euro habe der Konzernumsatz im dritten Quartal 2017 auf Vorjahresniveau verharrt, wofür vor allem negative Währungseffekte verantwortlich gewesen seien aufzehrten. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen sei im dritten Quartal mit rund 1,1 Mrd. Euro um 8,3% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Ausschlaggebend hierfür seien höhere Kosten für Forschung und Entwicklung im Bereich Healthcare sowie eine Normalisierung der Marktanteile bei Flüssigkristallen gewesen. Der Anstieg des Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 33,3% auf 901 Mio. Euro resultiere vor allem aus den Gewinnen der Veräußerung des Biosimilars-Geschäfts.

Nach dem Verkauf des Biosimilars-Geschäfts an Fresenius könnten sich die Darmstädter nach Einschätzung der Analysten im Bereich Healthcare auch von ihrem Geschäft mit rezeptfreien Produkten (Nasensprays, Vitaminpräparate) trennen, das im dritten Quartal 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 11,0% erreicht habe und für das mehrere potenzielle Käufer Interesse bekundet hätten. Der Vorstand, der seit September 2017 verschiedene Optionen prüfe, wolle Anfang dieses Jahres eine Entscheidung treffen.

Neben der Entscheidung zum Consumer-Health-Geschäft würden die Analysten im laufenden Jahr positive Nachrichten aus der Pharma-Pipeline im Bereich Healthcare erwarten. So seien mit Avelumab und Cladribin (Multiple-Sklerose-Tablette) zwei neue Medikamente zugelassen oder zur Zulassung empfohlen. Das hohe Umsatzpotenzial in der Pharma-Pipeline spiegle sich nachErachten der Analysten noch nicht in den Gewinnschätzungen wider.

Am 21. Dezember 2017 hätten Merck und Pfizer bekannt gegeben, dass die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) den Status des Therapiedurchbruchs (Breakthrough Therapy) für Avelumab in Kombination mit Inlyta bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, der häufigsten Art von Nierenkrebs, erteilt habe. Dadurch solle die Entwicklung und Prüfung beschleunigt werden. Avelumab habe von der FDA bereits den Status als Breakthrough Therapy für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Merkelzellkarzinom, einem aggressiven Typ von Hautkrebs, erhalten.

Gleichzeitig würden die Analysten auch 2018 Belastungen durch höhere Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Druck auf die Margen bei Flüssigkristallen durch chinesische Wettbewerber sehen. Als weitere Risikofaktoren würden sie negative Währungseffekte sowie mögliche Rückschläge bei der Medikamentenentwicklung ausmachen. So befinde sich Avelumab für die Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom noch in der klinischen Prüfung. Trotz des Breakthrough-Therapy-Status gebe es keine Garantie für eine Zulassung für diese Indikation. Mit dem Abschluss der Phase-III-Studie für Avelumab in Kombination mit Inlyta würden Merck und Pfizer Ende dieses Jahres rechnen.

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Merck KGaA als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit am 02.01.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 90,909 Euro, einer Barriere von 75,00 Euro und einer Zinszahlung von 5,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 02.01.2019, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Merck KGaA. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Merck KGaA. Entscheidend sei dabei jeder Kurs der Aktie der Merck KGaA vom 13.12.2017 bis 21.12.2018 an der maßgeblichen Börse (Xetra). Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten:

Notiere die Aktie an allen Beobachtungstagen über der Barriere von 75,00 Euro oder ihr Schlusskurs am 21.12.2018 notiere auf oder über dem Basispreis von 90,909 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie an den Beobachtungstagen mindestens einmal auf oder unter der Barriere von 75,00 Euro und ihr Schlusskurs am 21.12.2018 notiere unter dem Basispreis von 90,909 Euro, erhalte der Anleger Aktien der Merck KGaA in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 11,00. Dementsprechend erhalte der Anleger 11 Aktien. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass jeder Kurs der Aktie der Merck KGaA vom 13.12.2017 bis 21.12.2018 über 75,00 Euro oder der Schlusskurs (Xetra) am 21.12.2018 auf oder über 90,909 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 3,31 Euro belaufen. (Ausgabe vom 05.01.2018) (08.01.2018/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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