8,75% Aktienanleihe Classic 2017/12 auf Krones: Solides Wachstum in stabilen Märkten - Anleiheanalyse


19.06.17 11:00
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Krones eine 8,75% Aktienanleihe Classic 2017/12 (ISIN DE000DD0DUL0 / WKN DD0DUL) mit dem Basiswert Krones vor.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe Krones den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,5% auf 899,4 Mio. Euro gesteigert (Q1/2016: 772,1 Mio. Euro). Der starke Zuwachs sei hierbei zu einem großen Teil auf Akquisitionen und den schnelleren Abschluss von Projekten zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte, habe der Umsatzzuwachs bei 5,5% gelegen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei im gleichen Zeitraum um 19,8% auf 66,0 Mio. Euro gestiegen (Q1/2016: 55,1 Mio. Euro), die EBT-Marge habe sich gegenüber dem Vorjahr von 7,1% auf 7,3% verbessert. Auch hier habe sich der schnellere Projektabschluss positiv bemerkbar gemacht. Bereinigt um diesen Effekt, habe die EBT-Marge in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2017 sei nach dem guten Jahresauftakt bestätigt worden. Da der starke Jahresauftakt maßgeblich durch Vorzieheffekte beeinflusst worden sei, rechne der Vorstand im laufenden Jahr weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 4% (2016: 3,4 Mrd. Euro) und einer konstanten EBT-Marge von 7,0% (2016: 7,0%). Einen Hinweis, wie der Start in das zweite Quartal ausgefallen sei, könnte es auf der Hauptversammlung am 20. Juni geben. Mittelfristig strebe der Vorstand weitere Steigerungen an. Im Jahr 2020 solle das Umsatzwachstum 7% erreichen und die EBT-Marge auf 8% steigen.

Nach Einschätzung der Analysten sollte Krones die gesteckten Wachstumsziele erreichen. Dafür würden zum einen die Stellung von Krones als Markt- und Technologieführer in Verbindung mit der sehr guten internationalen Aufstellung sprechen. Rund 90% des Konzernumsatzes werde bereits im Ausland erzielt, etwas mehr als die Hälfte in Schwellenländern. Hier treibe Krones den Ausbau seiner Marktstellung voran. Zum anderen seien die strukturellen Wachstumstreiber intakt, die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen wachse relativ stabil. Der globale Markt für abgepackte Getränke werde nach Erachten der Analysten in den kommenden Jahren jährlich um 4% bis 5% wachsen. Darüber hinaus sähen sie aufgrund eingeleiteter strategischer Maßnahmen des Vorstandes mittelfristig Steigerungspotenzial für die EBT-Marge.

Risiken, die die operative Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden, könnten sich nach Erachten der Analysten aus einer Verschärfung des ohnehin starken Wettbewerbs in der Branche ergeben, der zu einem stärkeren Preisdruck führe. Die wichtigsten Wettbewerber würden aus dem Euroraum stammen, aber chinesische Anbieter würden mit Krones in China und zunehmend in internationalen Märkten um Aufträge buhlen. Darüber hinaus könnten ein zunehmender Protektionismus sowie ein schneller Zinsanstieg in den USA für Verunsicherung sorgen und die Investitionsbereitschaft hemmen.

Aus charttechnischer Sicht betrachtet sehen die Analysten der DZ BANK die Aktie der Krones AG in einem intakten übergeordneten Aufwärtstrend, dessen Ausgangspunkt das Tief bei 22,00 Euro vom März 2009 bildet. Im Zuge dieses Aufwärtstrends habe die Kursnotierung im Dezember 2015 ein Allzeithoch bei 117,10 Euro markiert. Diesem sei eine Korrektur gefolgt, in deren Verlauf die Aktie bis September 2016 auf 80,54 Euro gefallen sei. Nachdem sich dieses Tief im Oktober 2016 als Unterstützung bewährt habe, habe man bei der Aktie wieder steigende Notierungen gesehen.

Inzwischen habe sich die Aktie ihrem Allzeithoch wieder genähert. Ein nachhaltiger Ausbruch über 117,10 Euro wäre ein starkes bullisches Signal und würde den übergeordneten Aufwärtstrend bestätigen, sodass nach Einschätzung der Analysten weiter steigende Kursnotierungen zu erwarten wären. Erweise sich das bisherige Allzeithoch als Widerstand, sei mit einem Rücksetzer der Aktie auf 106,00/105,00 Euro zu rechnen. Hier würden mehrere frühere Hoch- und Tiefpunkte einen markanten Unterstützungsbereich bilden. Sollte dieser unterschritten werden, verlaufe darunter mit dem Tief vom März 2017 bei 98,70 Euro, dem 50%-Retracement (97,52 Euro) der seit Oktober laufenden Aufwärtsbewegung sowie der 200-Tage-Linie (aktuell 95,72 Euro) ein ganzes Bündel an Unterstützungen, die einen möglichen weiteren Kursrückgang in einem überschaubaren Rahmen halten sollten.

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Krones zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 22.12.2017 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 111,111 Euro und einer Zinszahlung von 8,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 22.12.2017, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Krones AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Krones AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 15.12.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 111,111 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

Notiere die Aktie am 15.12.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 111,111 Euro, erhalte der Anleger Aktien der Krones AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 9,00. Dementsprechend erhalte der Anleger neun Aktien. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der Krones AG am 15.12.2017 auf oder über 111,111 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 3,36 Euro belaufen. (Stand vom 16.06.2017) (19.06.2017/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.