7,2% Aktienanleihe Classic 2019/09 auf Continental: Autozulieferer rüsten sich für die Zukunft - Anleiheanalyse


11.10.18 09:15
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Continental eine 7,2% Aktienanleihe Classic 2019/09 (ISIN DE000DDG9WJ0 / WKN DDG9WJ) mit dem Basiswert Continental vor.

Die großen Zulieferer in der Automobilindustrie hätten das Wettrüsten begonnen. Im Mittelpunkt stünden dabei E-Mobilität und autonomes Fahren. Das berge Risiken, schaffe aber auch neue Wachstumspotenziale.

Gerade sei die IAA Nutzfahrzeugmesse 2018 in Hannover zu Ende gegangen. Laut Veranstalter hätten mit über 2.000 Ausstellern und 435 Weltpremieren (+31%) neue Maßstäbe gesetzt werden können. Dabei würden schon diese Zahlen zeigen, mit welch großen Umbrüchen sich Bosch, Continental, ZF Friedrichshafen und die anderen großen Automobilzulieferer derzeit auseinander setzen müssten. Im Fokus stünden dabei unter anderem elektrisch und autonom fahrende Nutzfahrzeuge. Der Güterverkehr werde in Zukunft weiterwachsen und Mensch und Umwelt immer stärker belasten. Um hier gegenzusteuern, seien Milliardeninvestitionen in entsprechende Technologien nötig, die von einem einzelnen Anbieter oft gar nicht entwickelt und finanziert werden könnten. Auch aus diesem Grund seien etwa Continental und Knorr-Bremse erst Mitte September eine Partnerschaft zur Entwicklung schlüsselfertiger Systemlösungen für hochautomatisiertes Fahren bei Nutzfahrzeugen eingegangen.

Für Anleger sei die Rolle von Continental als Innovationstreiber in der Automobilbranche besonders interessant. Erst kürzlich habe eine Idee des Konzerns im Rahmen des Automotive Brand Contest die Auszeichnung "Innovation of the Year" erhalten, welche das Interior von zukünftigen Fahrzeugen verändern und die Steuerung mehrerer Displays und Kameras ermöglichen solle. Auch im Bereich Elektromobilität erkenne das Unternehmen die Herausforderungen von Autofahrern. Mit seiner Arbeit am Thermomanagement von Fahrzeugen solle die Effizienz von Elektrofahrzeugen um bis zu 25 Prozent gesteigert und die Reichweite von E-Autos in Zukunft weniger stark vom Wetter abhängig werden.

Continental könnte somit zu einem der großen Nutznießer der voranschreitenden Entwicklung bei E-Mobilität und autonomem Fahren werden. Dabei stünden vor möglichen Erträgen aus neuen Technologien allerdings nicht unerhebliche Kosten. So habe der DAX-Konzern im laufenden Jahr bereits zweimal seine Prognosen nach unten anpassen müssen. Neben Umsatzeinbußen lägen die Gründe hierfür auch in erhöhten Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie in zusätzlichen Kosten wegen der stärkeren Fokussierung auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Trotz dieser Effekte würden die Hannoveraner weiter damit rechnen, schneller zu wachsen als ihre relevanten Märkte.

Infolge schätze die Mehrheit der Analysten die Aktie weiterhin mit einem "halten"- bzw. "kaufen"-Urteil und einem Kursziel von gut 191 Euro ein, womit sich weiterhin ein spürbares Kurspotenzial für den Titel ergebe.

Für konservative Aktienanleger, die den genannten Risiken Rechnung tragen möchten und eher konservativ auf Continental setzen möchten, könnten deshalb klassische Aktienanleihen interessant sein. Bei Fälligkeit dieser Papiere würden ihre Besitzer entweder den Nennbetrag von meist 1.000 Euro ausgezahlt oder eine vorab festgelegte Stückzahl des zugrunde liegenden Basiswertes ins Depot gebucht erhalten. Letzteres sei dann der Fall, wenn der Kurs des Underlyings am Bewertungstag unterhalb des bei Emission festgelegen Niveaus (Basispreis) liege. Davon unabhängig würden sie in jedem Fall einen attraktiven Zinsbetrag gutgeschrieben erhalten.

So bekämen Besitzer der gerade erst emittierten Aktienanleihe auf Continental mit der Wertpapierkennnummer DDG9WJ bei Fälligkeit in knapp zwölf Monaten (25.09.2019) einen Kupon in Höhe von 7,2% ausgezahlt. Zudem werde die Aktienanleihe zum Nennwert zurückgezahlt, sofern die Anteile des Automobilzulieferers auf oder über dem Basispreis von 148,15 Euro notieren würden. Sei die Aktie am Bewertungstag für unter 148,15 Euro zu haben, würden Anleger statt der Barzahlung 6,75 Conti-Aktien ins Depot gebucht erhalten. An späteren Kurszuwächsen - aber auch an weiteren Verlusten - der Aktie seien sie somit beteiligt, wobei natürlich auch ein sofortiger Verkauf möglich sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei somit aber möglich. Der Anleger trage zudem das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten. (Stand vom 04.10.2018) (11.10.2018/alc/a/a)
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
90,99 € 93,10 € -2,11 € -2,27% 19.10./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000DDG9WJ0 DDG9WJ 101,95 € 89,73 €
Werte im Artikel
131,65 minus
-3,34%